Fast 13 Prozent mehr Lehrverträge im Handwerk der Region Köln/Bonn neu abgeschlossen

Köln, 28. Juni 2010. Die Handwerksunternehmen in der Region Köln/Bonn haben seit Oktober 2009 bis zum 28. Juni 2010 insgesamt 2.772 Ausbildungsverträge neu abgeschlossen. Noch rund 300 weitere freie Ausbildungsplätze sind in der Lehrstellenbörse der Handwerkskammer zu Köln gemeldet. Kammerpräsident Wollseifer ruft Handwerksbetriebe dazu auf, weitere freie Ausbildungsplätze zu melden.


Die Handwerksunternehmen in der Region Köln/Bonn haben seit Oktober 2009 bis zum 28. Juni 2010 insgesamt 2.772 Ausbildungsverträge neu abgeschlossen. Das ist im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum eine Zunahme von knapp 13 Prozent. "Bis zum Monatsende rechnen wir damit, die Schwelle von rund 3.000 Ausbildungsverträgen erreicht zu haben, die seit letztem Jahr neu abgeschlossen wurden", bekräftigt Hans Peter Wollseifer, Präsident der Handwerkskammer zu Köln: "dabei kommt uns zugute, dass noch rund 300 freie Ausbildungsplätze in der Lehrstellenbörse der Kammer gemeldet sind - und auf geeignete Bewerber warten." Damit konnte der Rückgang an neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen, der durch die allgemeine Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr ausgelöst wurde, mehr als kompensiert werden. Wollseifer wies darauf hin, dass dieser Zwischenstand jedoch noch keine zuverlässigen Rückschlüsse auf die endgültige Ausbildungsbilanz zuließe, da erfahrungsgemäß im Verlauf des Sommers ein Großteil der Vertragsabschlüsse getätigt wird. Er rief Betriebe, die noch Lehrstellen zu vergeben haben, und Jugendliche, auf der Suche nach freien Ausbildungsplätzen, dazu auf, sich unmittelbar mit der Ausbildungsvermittlung der Kölner Kammer in Verbindung zu setzen.

In sämtlichen Bezirken der einzelnen Kreishandwerkerschaften (KH) liegen bereits jetzt die bisher erreichten Ausbildungszahlen über denen des Vorjahres: Spitzenreiter ist die KH Bergisches Land, die bislang seit Oktober 2009 einen Zuwachs von rund 36 Prozent auf 633 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge verbuchen konnte. Im Bereich der KH Bonn/Rhein-Sieg sind in diesem Zeitraum 801 Ausbildungsverträge neu abgeschlossen worden, was einem Zuwachs von ca. 16 Prozent entspricht. Bei der KH Rhein-Erft konnten 284 Lehrverträge neu abgeschlossen werden, was einem Zuwachs von fast 11 Prozent zum Vorjahreszeitraum entspricht. Mit bislang 1.054 neu abgeschlossenen Lehrverträgen entfallen die meisten Ausbildungsverhältnisse auf den Bezirk der KH Köln. In dieser Region trägt ein leichtes Plus von knapp 1 Prozent neuer Ausbildungsverträge zur positiven Gesamtentwicklung der Ausbildungsstatistik bei. "Im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbereichen ist die Ausbildungsquote im Handwerk der Region Köln/Bonn relativ hoch", sagt Wollseifer: „Mein Dank gilt deshalb allen ausbildenden Handwerksbetrieben, die damit einerseits den eigenen Fachkräftebedarf sichern, andererseits einer hohen gesellschaftlichen Verantwortung nachkommen."

 

Wie in den beiden vorangegangenen Jahren wird die Stiftung "Pro Duale Ausbildung" der Handwerkskammer zu Köln auch 2010 wieder die "Top-Ausbildungsbetriebe" des regionalen Handwerks auszeichnen. Die Preisverleihung wird am 30. August 2010 stattfinden und Unternehmerinnen und Unternehmer präsentieren, die sich in herausragendem Maße um die Ausbildung des Handwerksnachwuchses verdient gemacht haben. Damit verdeutlich der Preis "Top-Ausbildungsbetrieb 2010" den besonderen Einsatz, den viele Betriebe in die Berufsausbildung investieren: Die Unternehmen, die sich um den Preis bewerben, haben bemerkenswert viele Jugendliche ausgebildet, dabei herausragende Ergebnisse erzielt oder soziales Engagement in der Ausbildung an den Tag gelegt.

 

"Im Handwerk auch gesucht sind Schulabgänger mit Fachhochschulreife oder Hochschulreife, da in vielen Mitgliedsbetrieben der Kammer in den nächsten Jahren ein Führungswechsel ansteht", ergänzte Wollseifer. Für diese Schulabgänger bietet die Handwerkskammer zu Köln das so genannte Triale Studium an: Die (Fach-)Abiturienten werden, ohne dabei die Nähe zu Ihrem Betrieb zu verlieren, gezielt auf zukünftige Führungsaufgaben im Handwerk vorbereitet. In rund vier Jahren wird so - neben der Ausbildung zum Gesellen und der Weiterqualifizierung zum Handwerksmeister - der akademische Grad eines Bachelors "Handwerksmanagement B.A." erreicht. Dabei wird neben der Vermittlung von Wirtschaftskompetenzen ein großer Schwerpunkt auf die personale und soziale Entwicklung, sowie die Aktivitäts- und Handlungskompetenz der Teilnehmer gesetzt.

 

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