Integrationsberatung: Behinderte Menschen im Handwerk stärken

Köln, 30. August 2010. Behinderte Menschen im Handwerk? Betriebe, die sich diesem Thema gestellt haben, konnten dabei überwiegend positive Erfahrungen sammeln: Menschen mit Behinderungen - ob körperlicher oder psychischer Art - gleichen ihr Handicap oft durch besondere andere Fähigkeiten aus. Diese Fähigkeiten heißt es gezielt einzusetzen. Wenn das richtige Arbeitsgebiet gefunden wurde, sind diese Mitarbeiter bald nicht mehr aus dem Team wegzudenken. Die Handwerkskammer zu Köln unterstützt Sie bei der Integration, berät und hilft zum Beispiel beim Beantragen von Fördergeldern.


Beispiele erfolgreicher Integration von Menschen mit Behinderung in Handwerksbetriebe gibt es viele:

• Ein gelernter Straßenbauer ist nun LKW-Fahrer und kann seine Kollegen vor Ort mit seinem Fachwissen unterstützen.
• Ein Autist, der in der Werkshalle einen eigenen, abgetrennten Arbeitsplatz bekommen und die Kollegen in seine „Eigenarten" eingeweiht hat, so dass sie sich gegenseitig unterstützen können.
• Eine junge Frau mit sehr starken Rückenproblemen, die nicht sitzend arbeiten kann, wird mit Begeisterung Friseurin.
• Eine krebserkrankte Tischlerin kann Teilzeit arbeiten, um ihre Therapien wahrzunehmen.

 

Wenn auch Ihr Betrieb einem Menschen mit Behinderung die Chance auf einen Arbeitsplatz geben möchte, werden Sie mit den ganzen evtl. notwendigen Formalitäten zur Beantragung der Ihnen dann zur Verfügung stehenden Fördergelder nicht alleine gelassen. Die Integrationsberatung der Handwerkskammer zu Köln steht Ihnen mit umfassenden Beratungsleistungen zur Seite, Renate Hütz, Telefon 0221/2022-290.

 

Und ganz aktuell: Für Betriebe, die bereits Jugendliche mit Behinderungen eingestellt haben, lohnt es sich sicherlich, sich für den Ausbildungspreis des Handwerks (Heribert-Späth-Preis 2010) zu bewerben. Dieser ist mit 3.000 Euro ausgeschrieben. Neben dieser Summe sollte man auch den damit verbundenen Werbeeffekt nicht außer Acht lassen. Bewerben können Sie sich mit dem notwendigen Fragebogen, zu bekommen auf handwerksblatt.de. Auch hier können Sie die Mithilfe bei der Beantwortung und Einsendung von Renate Hütz bekommen! Die Bewerbung muss bis spätestens 1. Oktober 2010 beim Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) sein.