Mehr ausländische Auszubildende - Aktionsplan der HWK greift!
Im Januar 2009 hatte die Handwerkskammer zu Köln ihren Aktionsplan "Integration durch Ausbildung!" veröffentlicht. Ziel ist es, mehr Jugendliche mit Migrationshintergrund und weitere Unternehmer/-innen mit Zuwanderungsgeschichte für eine Ausbildung im Handwerk zu gewinnen. Bezüglich der Auszubildenden mit Migrationshintergrund wird eine jährliche Steigerung von durchschnittlich zehn Prozent angestrebt.
Zwei Jahr später, nachdem unter anderem in Zusammenarbeit mit verschiedenen Generalkonsulaten und Migrantenorganisationen der zweisprachige Flyer "Ausbildung im Handwerk - Ihre Zukunft!" in sieben Übersetzungen aufgelegt und 2010 gemeinsam mit der Agentur für Arbeit Köln in Kooperation mit der Kreishandwerkerschaft Köln sowie der Tages- und Abendschule die mehrsprachige Berufsbörse "Ausbildung im Handwerk - Für Ihre Zukunft nur das Beste!" durchgeführt wurde, zieht die Handwerkskammer positive Bilanz: Bereits im ersten Jahr der Umsetzung des Aktionsplans stieg die Zahl der ausländischen Auszubildenden (Migrationshintergrund wird in der Ausbildungsstatistik nicht erfasst) um gut sechs Prozent von 1.111 auf 1.180. Zwischen dem 31.12.2009 und dem 31.12.2010 fiel der Zuwachs mit fast 14 Prozent noch deutlicher aus und lag weit über dem Durchschnitt aller sieben Handwerkskammern in NRW (Plus in Höhe von 2,9 Prozent).
Inzwischen sind 1.343 Ausländer/-innen im Köln-Bonner Handwerk in Ausbildung, was einem Anteil von knapp 9 Prozent an allen Auszubildenden entspricht. Das ambitionierte Ziel, die Zahl der ausländischen Auszubildenden im Durchschnitt um zehn Prozent pro Jahr zu erhöhen konnte bisher erreicht werden: Über beide Jahre hinweg beträgt der Anstieg 20,9 Prozent. Damit sich der Erfolg fortsetzt, werden Handwerkskammer, Arbeitsagentur, Kreishandwerkerschaft sowie Tages- und Abendschule auch in diesem Jahr eine mehrsprachige Ausbildungsbörse organisieren (Einladungsfolder), um Jugendlichen und Eltern mit Migrationshintergrund in kleinen Praxisprojekten verschiedene Handwerksberufe vorzustellen und an diversen Ständen - z. B. von Migrantenorganisationen - über die Bedeutung der Berufsausbildung in Deutschland als besten Schutz vor (Langzeit-)Arbeitslosigkeit zu informieren.
Ansprechpartner
Dr. Markus Th. Eickhoff
0221 2022-247

