Aufwärtstrend setzt sich fort!
Der Aufwärtstrend am Lehrstellenmarkt im Handwerk setzt sich fort. Von Oktober 2010 bis Ende März 2011 haben die Handwerksunternehmen in der Region Köln-Bonn 1.499 Ausbildungsverhältnisse neu vereinbart, das sind 1,6 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Diese Zahl ist allerdings nur ein Zwischenergebnis und darf nicht auf das ganze Jahr hochgerechnet werden, da im Handwerk der erheblich größere Teil der neuen Ausbildungsverträge erst in den sechs Monaten von April bis September abgeschlossen wird. Allerdings gibt es den Trend, dass Handwerksbetriebe die Jugendlichen frühzeitiger, als es in der Vergangenheit üblich war, unter Vertrag nehmen wollen. Das ist ein Indiz dafür, dass am Ausbildungsmarkt längst ein Wettbewerb um die für eine Ausbildung geeigneten Schulabgänger/-innen begonnen hat.
Um mehr Abiturienten/-innen für eine Ausbildung im Handwerk zu gewinnen, sollen Zusatzqualifizierungen, die besonders leistungsfähige Auszubildende bereits während der Lehre absolvieren können (zum Beispiel die Weiterbildung zum Betriebs- oder Europaassistenten), ausgebaut werden. Zudem sollen Auslandspraktika die Ausbildung im Handwerk noch attraktiver machen. Den doppelten Abiturjahrgang 2013 wird die Handwerkskammer mit Hilfe eines neuen Konzepts für die Nachwuchsgewinnung nutzen. Sie hat bereits eine Kooperationsvereinbarung mit der Universität zu Köln abgeschlossen: Schulabgänger/-innen oder Studienabbrecher/-innen, die sich an die Studienberatung der Universität wenden und dabei feststellen, dass ein Studium nicht der richtige Bildungsgang für sie ist, werden an die Ausbildungsberatung der Handwerkskammer verwiesen, damit ihnen die Chancen einer Berufsausbildung aufgezeigt werden können.
Handwerksbetriebe, die auf der Suche nach geeigneten Bewerbern/-innen sind, und Jugendliche/junge Erwachsene, die eine Ausbildung im Handwerk absolvieren möchten, wenden sich am besten an die Ausbildungsvermittlung.

