Stiftung "Pro Duale Ausbildung" der Handwerkskammer zu Köln ehrt "Top-Ausbildungsbetriebe 2011"
Kammerpräsident Hans Peter Wollseifer und NRW-Arbeits- und Sozialminister Schneider ehrten im Kölner Rhein-Energie-Stadion vorbildliche Ausbildungsbetriebe
Preisträger beim Wettbewerb um den "Top-Ausbildungs-betrieb 2011" sind Technik-Service Lüth aus Meckenheim, Manufact Tischlerei aus Köln-Dellbrück und Café Scholl am Dom in der Kölner Innenstadt. Der Ehrenpreis der Kammer wird der ONI-Wärmetrafo GmbH, Lindlar verliehen.
Mit dem Slogan "Willkommen bei den Profis" lädt die Imagekampagne des deutschen Handwerks junge Menschen dazu ein, eine Ausbildung in einem Handwerksberuf zu absolvieren. "Willkommen bei den Profis", das könne man von jedem der Ausbildungsbetriebe sagen, die sich am Wettbewerb der Handwerkskammer um den "Top-Ausbildungsbetrieb 2011" beteiligt haben, betonte Hans Peter Wollseifer, Präsident der Handwerkskammer zu Köln und Vorsitzender der Kuratoriums der kammereigenen Stiftung "Pro Duale Ausbildung". Es ist der Jury "nicht leicht gefallen, aus der Vielzahl der guten Bewerbungen die Preisträger auszuwählen". Gemeinsam mit dem Schirmherr der Stiftung, NRW-Arbeits- und Sozialminister Guntram Schneider, zeichnete Wollseifer vier Handwerksunternehmen als "Top-Ausbildungsbetrieb 2011" aus: Café Scholl am Dom (Köln), Technik Service Lüth (Meckenheim), Manufact Tischlerei (Köln) und ONI-Wärmetrafo (Lindlar).
Kategorie I "Kreativität und Aktivität": Nominierte Betriebe
Der Preisträger in der Kategorie "Kreativität und Aktivität in der Ausbildung" ist das Café Hedwig Scholl am Dom. Diese Konditorei in der Kölner Innenstadt ist nicht nur mit ihren Kuchen und Torten sehr kreativ, sondern auch beim Engagement für den Berufsnachwuchs. Der Betrieb ermöglicht seinen Lehrlingen einen Auslandsaufenthalt und organisiert "Azubi-Projekte", beispielsweise bei gemeinnützigen Kuchen-Spenden.
Café Scholl am Dom, Köln
Bäckerei Gebrüder Voosen, Pulheim
Gebrüder Zwinge Metallbau, Bergneustadt
Hausmann Versorgungstechnik, Wermelskirchen
Schlottag Lichtwerbung, Köln
Kategorie II "Hohes soziales Engagement": Nominierte Betriebe
In der Kategorie "hohes soziales Engagement" ist Technik Service Lüth aus Meckenheim der Preisträger. Seit der Betriebsübernahme 1996 bildet Armin Lüth ununterbrochen zum Informationselektroniker aus und gibt auch jungen Menschen, die es am Lehrstellenmarkt schwer haben, eine Chance, beispielsweise haftentlassenen oder gehörlosen Jugendlichen, Schulabbrechern, Betriebswechslern.
TSL Technik Service Lüth, Meckenheim
Anton Miebach Stahlbau, Köln
Bäckerei Konditorei Güsgen, Köln
Kopp Hairline, Köln
Vierbaum Orthopädie, Wiehl
Kategorie III "Besonders gute Ausbildungsergebnisse": Nominierte Betriebe
In der Kategorie "besonders gute Ausbildungsergebnisse" ist die Manufact Tischlerei GmbH aus Köln-Dellbrück der diesjährige Wettbewerbssieger. Das Unternehmen fördert seine Lehrlinge auch beim Design und der Formgebung, mehrfach seit 2001 belegten Auszubildende aus dieser Kölner Tischlerei den Spitzenplatz beim Wettbewerb um die "gute Form". Jeder der drei Preisträger erhält ein Preisgeld von 5.000 Euro, zur Verfügung gestellt von den Signal-Iduna-Versicherungen, der Kölner Bank, der Volksbank Bonn/Rhein-Sieg, der Sparkasse Köln/Bonn und der Kreissparkasse Köln.
Manufact Tischlerei, Köln
Café Bonnen, Köln
Esser & Esser Friseure, Köln
Parkett Weber, Alfter
WDR Westdeutscher Rundfunk, Köln
Ehrenpreis der Handwerkskammer zu Köln
Zusätzlich gibt es beim Wettbewerb um den "Top-Ausbildungsbetrieb" den Ehrenpreis der Handwerkskammer, mit dem in diesem Jahr die ONI-Wärmetrafo GmbH in Lindlar ausgezeichnet wird. Diese Kälteanlagenbaufirma hat eine überdurchschnittliche hohe Auszubildendenquote und engagiert sich außerdem für die berufliche Weiterbildung.
Bildergalerie: Preisverleihung im RheinEnergie-Stadion (zum Vergrößern bitte anklicken!)
"Das Rückgrat der Ausbildung in Deutschland ist der Mittelstand und insbesondere das Handwerk", sagte Arbeitsminister Schneider bei der Ehrung der vorbildlichen Ausbildungsbetriebe in Köln. Der aktuelle Trend für das neue Ausbildungsjahr stimme ihn zuversichtlich. Nach seiner Überzeugung beweisen Unternehmen, die sich für die Qualifizierung des Berufsnachwuchses einsetzen, Weitsicht. Minister Schneider rief dazu auf, auch den Jugendlichen eine Ausbildungschance zu geben, "die nicht auf Anhieb das volle Anforderungsprofil erfüllen". Im Hinblick darauf, dass in zehn Jahren jeder dritte Schulabgänger einen Migrationshintergrund hat, sollten sich "die Betriebe stärker als bisher für diese jungen Menschen öffnen". Daher gefalle ihm einer der Slogans der Imagekampagne des Handwerks: "Bei uns zählt nicht, wo man herkommt. Sondern wo man hinwill".



