Mehrsprachige Ausbildungsbörsen 2012
Knapp 1.500 Jugendliche mit Migrationshintergrund erreicht
Das Handwerk bietet viele attraktive Ausbildungs- und Zukunftsperspektiven. Doch nicht allen Jugendlichen in der Berufsorientierung ist das bekannt. Gerade Schüler/-innen mit Migrationshintergrund unterschätzen die Möglichkeiten, die mit einer Ausbildung im dualen System verbunden sind.
Seit nunmehr drei Jahren führt die Handwerkskammer zu Köln zusammen mit der Agentur für Arbeit Köln und in Kooperation mit der Kreishandwerkerschaft Köln sowie der Tages- und Abendschule in Köln-Mülheim eine mehrsprachige Ausbildungsbörse durch. Im Mittelpunkt stehen kleine Praxisprojekte, die den Besuchern/-innen einen ersten Einblick in die handwerkliche Ausbildung geben. Damit keine Sprachbarrieren existieren, bieten Generalkonsulate, Migrantenorganisationen und Projekte Eltern mit Zuwanderungsgeschichte einen Übersetzungsservice an. Dieses Konzept ist in der Form bundesweit einzigartig!
Aufgrund des großen Erfolges in den vergangenen beiden Jahren wurden in diesem Jahr vergleichbare Börsen in Bonn-Tannenbusch und in Leverkusen-Opladen angeboten. Auch dort wurde eng mit den zuständigen Agenturen für Arbeit und den Kreishandwerkerschaften vor Ort zusammengearbeitet. Ausrichtungsorte waren ebenfalls Schulen.
In diesem Jahr konnten durch diese Ausweitung knapp 1.500 Jugendliche mit Migrationshintergrund, Eltern und Multiplikatoren erreicht werden. Im Köln-Bonner Handwerk soll der Anteil der Auszubildenden mit Migrationshintergrund (zzt. schätzungsweise gut 20 Prozent; alleine knapp 9 Prozent aller Auszubildenden haben Ausländerstatus) weiter steigen. Dabei spielt die Information von Schülern/-innen aber auch Eltern, die weiterhin die wichtigsten Ansprechpartner und Ratgeber der Jugendlichen in der Berufsorientierung sind, eine zentrale Rolle.
Fotos
Presse
Kölnische Rundschau vom 2. Juni 2012
Kontakt
Dr. Markus Th. Eickhoff
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