Beirat "Integration durch Ausbildung im Handwerk! (IdAH)" zieht positive Zwischenbilanz

Bemühungen, Geflüchtete zum Gesellenbrief zu führen, werden weiter intensiviert



Anfang 2009 beschloss die Handwerkskammer zu Köln ihre Bemühungen um Jugendliche mit Migrationshintergrund zu intensivieren. Mehr von ihnen sollen eine handwerkliche Berufsausbildung absolvieren und damit eine gute Grundlage für die Integration in Arbeit und Gesellschaft aufbauen. Dazu richtete die Handwerkskammer 2013 die Fachstelle „IdAH - Integration durch Ausbildung im Handwerk!“ ein, die seit 2014 durch den IdAH-Beirat , dem hochrangige Vertreter/-innen aus Politik, Verwaltung und Gesellschaft angehören, begleitet und unterstützt wird.



In der letzten Sitzung des IdAH-Beirats stand die berufliche Integration Geflüchteter im Fokus. Hans Peter Wollseifer, Präsident der Handwerkskammer zu Köln und Vorsitzender des IdAH-Beirats: „Lag die Zahl der Auszubildenden aus den acht Haupt-Asylzuzugsländern außerhalb der EU Ende 2016 noch bei gut 160, so waren es ein Jahr später mehr als 400. Diese Entwicklung hat dazu beigetragen, dass sich die Gesamtzahl unserer Auszubildenden zum ersten Mal seit 2010 erhöht hat. Sie liegt nun bei 12.372, nach 12.249 in 2016. Auch der Ausländeranteil ist vor dem Hintergrund der Fluchtwelle und der Integration der Geflüchteten in Ausbildung deutlich gestiegen. Er beträgt jetzt 14,4 Prozent, vor einem Jahr waren es 11,5 Prozent. Die IdAH-Arbeit in der Fachstelle und hier im Beirat erweist sich also einmal mehr als erfolgreich.“



Auslaenderanteil unter den Auszubildenden



In den nächsten Jahren werden mehr und mehr Geflüchtete mit guten Deutschkenntnissen eine Berufsausbildung anstreben. Sie sollen Wege ins Handwerk finden. Die aktuellen Erfahrungen zeigen, dass während der Berufsausbildung eine besondere Begleitung hilfreich ist. Oftmals reichen beispielsweise die Deutschkenntnisse nicht aus, um dem Berufsschulunterricht folgen zu können. Die Handwerkskammer zu Köln wird sich weiter in die Berufsorientierung Geflüchteter einbringen und zudem für eine Stabilisierung bestehender Ausbildungsverhältnisse eintreten.



Eickhoff

Dr. Markus Eickhoff

stv. Geschäftsführer/-in

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