Stadtwappen Köln
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Reform der Kölner Gebäudewirtschaft

Stadtdirektor Dr. Stephan Keller plant, die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln zu optimieren. Die Handwerkskammer zu Köln begrüßt die vorgestellten Maßnahmen, denn zu viele Ämter und Ratsausschüsse sind derzeit mit Bauvergaben befasst.

Straffung der Gebäudewirtschaft

Die Handwerkskammer zu Köln begrüßt die aktuell von Stadtdirektor Dr. Stephan Keller vorgestellten Maßnahmen zur Optimierung der Gebäudewirtschaft der Stadt. "Die Stärkung und Straffung der Gebäudewirtschaft sowie die Hinzuziehung externen Sachverstands sind wichtige Schritte in die richtige Richtung", erklärt der Hauptgeschäftsführer der Kölner Kammer, Dr. Ortwin Weltrich. Vor allem die Zentralisierung des Baumanagements bei der Gebäudewirtschaft verdient Unterstützung.



Zentrales Vergabeamt könnte wegfallen

"Viele Köche verderben den Brei. Deshalb muss die Zahl der Akteure, die an Baumaßnahmen der Stadt beteiligt sind, weiter reduziert werden", so Weltrich weiter. Aufgaben des Zentralen Vergabeamtes sollten in die Gebäudewirtschaft verlagert werden, so dass dieses Amt entfallen könnte. Die Beteiligung des Rechnungsprüfungsamtes muss erheblich zurückgefahren werden. Dies würde Auftragserteilungen und Entscheidungen während der laufenden Auftragsausführung erheblich beschleunigen. Das gilt auch für die Abwicklung von Nachträgen. Diese müssen ebenfalls allein in der Hand der Gebäudewirtschaft bzw. des Fachamtes liegen, ohne dass es noch einer Beteiligung und Entscheidung des Rechnungsprüfungsamtes und des Zentralen Vergabeamtes bedarf.



Planungsphase von Bauprojekten verkürzen

Die Anzahl der beteiligten Ausschüsse in der Planungsphase sollte ebenfalls erheblich reduziert werden, um das Vorverfahren von Bauprojekten zu verkürzen. "Hier ist die Politik selbst gefragt. Sie muss sich selbst verschlanken und unnötige Bürokratie beseitigen", appelliert der Hauptgeschäftsführer der Kölner Kammer. So könnte auch der Rat verzichtbare Kontrollmechanismen abschaffen und damit Stadtverwaltung und Gebäudewirtschaft wieder mehr Eigenverantwortung geben. Das würde dort auch neue zeitliche und personelle Kapazitäten schaffen. Es sollte nur noch ein zentraler Ratsausschuss für Bauvergaben zuständig sein. Der derzeitige Zustand mit der Beteiligung von häufig vier Ratsausschüssen sei unhaltbar, so Weltrich.



Möglichkeiten der Beschleunigung nutzen

Außerdem sollten alle Möglichkeiten der Beschleunigung durch Vereinheitlichung genutzt werden. Der Einsatz eines im Grundsatz bewährten Konzepts an mehreren Standorten spart viel Zeit, Personal und Kosten gegenüber einer immer wieder neuen individuellen Einzelplanung. Schulgebäude und Klassenräume sollten deshalb verstärkt nach einheitlichem Muster erstellt werden. "In Zeiten der Not müssen alle Beteiligten Kompromisse eingehen", meint Weltrich. Schulen könnten dann auch in Köln in drei Jahren und im mittelstandsfreundlichen Fachlosverfahren gebaut werden.





Rainer Gutmann

Abteilungsleiter/-in

Heumarkt 12
50667 Köln
Tel. 0221/2022-230
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