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Corona-Regeln: Was gilt für das Friseurhandwerk, Kosmetik & Fußpflege?

Nach den Friseuren und den (kosmetischen) Fusspflegern dürfen seit dem 08. März 2021auch Kosmetiker ihren Betrieb unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts mit Reservierungen sowie unter Nutzung medizinischer Masken in Geschäftsräumen oder mobil wieder aufnehmen. (§ 12 Abs. 2 Ziff. 1a) CoronaschutzVO ).

Auch körpernahe Dienstleistungen, bei denen der Kunde keine Maske tragen kann oder auf Grund eines Attestes keine Maske tragen muss, (z.B. bei Gesichtsbehandlungen, Rasuren und Make-up) sind wieder erlaubt. Allerdings dürfen diese Dienstleistungen nur nach Vorlage eines tagesaktuellen negativen Schnell- oder Selbsttest vorgenommen werden.
+++Bis zum 1. April 2021 reicht es übergangsweise aus, wenn der Nachweis durch einen Corona-Selbsttest vor Ort beim Dienstleister erfolgt und der Test für die Dauer der Dienstleistung aufbewahrt wird. Die für die ausführenden Dienstleister erforderlichen Tests können übergangsweise ebenfalls als Selbsttests erfolgen und sind zum Nachweis jeweils für eine Woche am Ort der Dienstleistung aufzubewahren.

+++Achtung: Stadt Köln beschließt Testpflicht für alle körpernahe Dienstleistungen!
Auf Grund der konstanten Inzidenzen von über 100 hat die Stadt Köln am 19.03.2021 weitergehende Schutzmaßnahmen beschlossen. Ab dem 21.03.2021 besteht für alle körpernahen Dienstleistungen (insbesondere Friseurleistungen, Gesichtsbehandlungen, Kosmetik, Fußpflege, Nagelstudios, Maniküre etc. ) in der Stadt Köln eine Testpflicht. Vor der Inanspruchnahme der Dienstleistung muss der Kunde einen maximal 24 Stunden alten negativen Coronatest (mit Bestätigung der Teststelle) vorweisen oder vor Ort in Anwesenheit der Dienstleister einen Selbsttest durchführen. Alle körpernahen Dienstleister sind verpflichtet, alle zwei Tage einen Schnell- oder Selbsttest durchzuführen.
 Änderung der Allgemeinverfügung vom 2. Oktober 2020 zur regionalen Anpassung der Coronaschutzverordnung an das Infektionsgeschehen in der Stadt Köln vom 19.03.2021

Darüber gelten für Friseure und Kosmetiker folgende Regeln und Auflagen

  • Zutritt von Kunden nur nach vorheriger Terminvereinbarung und Reservierung;
  • Maskenpflicht (OP-Maske, FFP2-Maske oder höherwertig -jeweils ohne Ausatemventil) für Dienstleister und Kunden; bei gesichtsnahen Leistungen, bei denen der Kunde keine Maske tragen kann ( z.B. Rasur, Bartschnitt oder Make-up), hat  der  Dienstleister (Friseur) -nach den Arbeitsschutzregeln der Berufsgenossenschaft BGW- zusätzlich noch eine Schutzbrille oder ein Gesichtsschild (Visier) zu tragen;
  • Sicherstellung Hygiene- u. Infektionsschutz im Salon Aushang mit Infos zum Infektionsschutzgerechten Verhalten,  Händewaschen oder Desinfektion der Kunden und Beschäftigten nach Betreten der Geschäftsräume bzw. vor jedem neuen Kunden, Reinigung u. Desinfektion der Kontaktflächen, Scheren, Kämme, Handtücher bei mind. 60 Grad, etc.);
  • Mindestabstand von 1,5 Metern ist überall zwischen den einzelnen Arbeitsplätzen, im Eingangs- u. Wartebereichbereich sowie in Sanitär- u. Pausenräumen einzuhalten;
  • Eine Mindestfläche von 10 qm pro gleichzeitig anwesendem Kunden im Geschäftsraum ist zwingend zu beachten (§ 12 Abs.1 Satz 4 i.V.m. § 11 Abs. 4 CoronaschutzVO).
    Nach den Vorgaben der aktuell und zunächst bis zum 30.04.2021 geltenden SARS-CoV-2 ArbeitsschutzVO ( die Arbeitsschutz-VO ist bei Beschäftigung von Arbeitnehmern zwingend zu beachten) gilt eine noch strengere Regel zur Raumbelegung: danach gilt die 10 qm-Regel für alle gleichzeitig anwesenden Personen - also für Dienstleister und Kunden. Kann diese Raumbelegung aus betrieblichen Gründen nicht eingehalten werden, weil in einem Geschäftsraum mehr als ein eingerichteter Arbeitsplatz je 10 qm vorhanden ist, sind weitere Schutzmaßnahmen, wie Abstandsregelungen, regelmäßiges Lüften oder Abtrennungen von Arbeitsplätzen unbedingt zu beachten.

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    Darüberhinaus sind diese Schutzmaßnahmen in einem betrieblichen Hygienekonzept auf Grundlage der (ohnehin pflichtigen) Gefährdungsbeurteilung unter Berücksichtigung der SARS-CoV-2 Arbeitsschutzregeln auszuweisen.

    Nähere Details und Informationen gibt hierzu das Ministerium für Arbeit, Gesundheit u. Soziales NRW hier
    sowie die die zuständige Berufsgenossenschaft  für Gesundheitsdienst u. Wohlfahrtspflege (BGW) auf ihrer Webseite hier.
  • Regelmäßiges Lüften (mindestens alle 20 Minuten) aller Räume
  • Dokumentation der Kunden-Kontaktdaten (Name, Adresse und Telefonnummer sowie Zeitdaten des Aufenthaltes (Aufbewahrungspflicht mind. 4 Wochen). Musterdokumentation hier:

    Kundendokumentation für die einfache Rückverfolgbarkeit (gem. §4a Coronaschutz-VO NRW)


  • Zeitschriften dürfen in den Geschäftsräumen ausgelegt und den Kunden unter Einhaltung von Hygienemaßnahmen (Hände desinfizieren, Handschuhe tragen etc.) auch angeboten werden.
  • Eine Bewirtung der Kunden ist grundsätzlich unter Beachtung der genannten Hygienemaßnahmen und insbesondere unter Einhaltung der Mindestabstände zu anderen Personen möglich. Geschirr ist mit mindestens 60 Grad heißem Wasser zu reinigen.
  • Die Haarwäsche vor dem Schneiden und Färben ist nicht zwingend, wird jedoch grundsätzlich empfohlen und ist mit Schutzhandschuhen auszuführen.

Fragen beantwortet Ihnen gerne das Team unserer Unternehmensberatung telefonisch unter 0221 2022-346 oder per Mail unter betriebsberatung@hwk-koeln.de

Haben Sie rechtliche Fragen, wenden Sie sich bitte an die Abteilung Rechtsberatung telefonisch unter 0221 2022-330 oder per Mail unter schoenewald@hwk-koeln.de