Wie sicher sind Verträge mit britischen Firmen nach dem Brexit?

Für das Zustandekommen von grenzüberschreitenden Dienstleistungs- oder Handelsgeschäften ist die Rechtswahl bedeutsam. Dies gilt insbesondere bei Verträgen mit Unternehmen aus dem Vereinigten Königreich, da sich deren Rechtskultur von der unseren deutlich unterscheidet. So müssen in britischen Verträgen wegen des Fallrechts z.B. die Ausgangsbedingungen und die Verantwortlichkeiten deutlich präziser gefasst werden. Dies führt in der britischen Rechtsprechung nicht selten dazu, dass Forderungen deutscher Kläger im Vereinigten Königreich nicht durchgesetzt werden können.

Wer als deutscher Dienstleistungsempfänger den Vertrag nach deutschem Recht abwickeln möchte, sollte daher unbedingt eine ausdrückliche, schriftliche dementsprechende Rechtswahlklausel mit dem britischen Partner vereinbaren. Bis zum Ende dieses Jahres ist dies problemlos möglich und bindet die Parteien für die Laufzeit des Vertrages auf unbestimmte Zeit. Ebenso kann es Sinn machen, wenig präzise Verträge noch bis zum Jahresende durch entsprechende Zusatzvereinbarungen im Sinne des britischen Rechtsverständnisses „gerichtsfest“ zu machen, um nicht im Schadensfall von Gerichten im Vereinigten Königreich aus scheinbar formalen Gründen abgewiesen zu werden. Weitere Informatiomen erhalten Sie hier.

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