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Ausbildungsmarkt des regionalen HandwerksAusbildung im Handwerk weiter gefragt

Eine Ausbildung im Handwerk ist und bleibt gefragt – das zeigen die aktuellen Zahlen der Handwerkskammer (HWK) zu Köln. Sie hat in ihrem gesamten Kammerbezirk seit Anfang des Jahres und bis zum Stichtag 27. März 2026 805 neue Ausbildungsverträge registriert. Das sind zwar leicht weniger als zum gleichen Zeitraum des Vorjahres (835), es handelt sich aber auch nur um eine Momentaufnahme: In diesen Wochen gehen laufend neue Ausbildungsverträge bei der HWK ein. Der Kammerbezirk umfasst neben Köln, Bonn und Leverkusen den Oberbergischen, den Rheinisch-Bergischen, den Rhein-Erft- und den Rhein-Sieg-Kreis.



Halbjahresbilanz am Ausbildungsmarkt in Bonn/Rhein-Sieg 2025/2026

Die aktuellen Zahlen für Bonn/Rhein-Sieg zeigen einen stabilen, noch zurückhaltenden Ausbildungsmarkt. Derzeit sind 241 Ausbildungsverträge eingetragen, das sind 37 weniger als im Vorjahr. Besonders auffällig ist diese Veränderung im Elektro-/Metallbereich. Die Baubranche ist nur unmerklich von einer rückläufigen Tendenz betroffen, da sich das Dachdecker-Gewerk nach wie vor großer Nachfrage erfreut. Die Entwicklungen spiegeln eine aktuelle, vor allem kleinst- und mittelständische Betriebe betreffende Abwägung zwischen Investitionsbereitschaft und Krisenanpassung wider. Besonders positiv ist der Zulauf an neuen Auszubildenden in den Bereichen Gesundheits- und Körperpflege. Hier gibt es insgesamt 47 neue Ausbildungsverhältnisse.

Ulrike Pütz, Leiterin der Karrierewerkstatt der Handwerkskammer zu Köln, sagt: "Die Bereitschaft unserer Betriebe, junge Menschen auszubilden, ist nach wie vor gegeben. Dieses Interesse hat sich besonders auf unserem Azubi Meetup Handwerk gezeigt – trotz Streiks im öffentlichen Nahverkehr waren 60 ausstellende Betriebe vor Ort, die mit hohem Engagement um das Interesse der jugendlichen Besucherinnen und Besucher geworben haben. Auf der Messe haben sich bereits Ausbildungsverhältnisse angebahnt, sodass wir davon ausgehen, dass die Ausbildungszahlen in den nächsten Monaten ansteigen werden. Bei manchen Verträgen müssen Ausbildungsvoraussetzungen geprüft werden oder aufenthaltsrechtliche Fragestellungen geklärt werden, was zu einer leichten Verzögerung bei der Eintragung führt. Insgesamt bleibt festzuhalten, dass das Handwerk sinnstiftende, krisenfeste und zukunftssichere Berufe bietet – insbesondere in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit."

Aus Sicht der Kreishandwerkerschaft Bonn/Rhein-Sieg sind die Ausbildungszahlen im Handwerk zur Jahresmitte leicht rückläufig – eine Entwicklung, die gewerksübergreifend zu beobachten ist. Als Ursache gilt unter anderem die derzeit angespannte geopolitische und wirtschaftliche Lage, die bei vielen Betrieben zu einer gewissen Zurückhaltung führt. Gleichzeitig betont die Kreishandwerkerschaft die große Bedeutung der Ausbildung für die Zukunftssicherung der Betriebe.

"Auszubildende sind eine Investition in die Zukunft, die sich auch in unsicheren Zeiten lohnt", erklärt Hauptgeschäftsführer Oliver Krämer. "Wer heute ausbildet, sichert sich die Fachkräfte von morgen."

Krämer betont zudem, dass die Halbjahreszahlen nur eingeschränkt aussagekräftig seien: Viele Handwerksbetriebe haben in den Sommerferien Betriebsurlaub, und da diese in diesem Jahr vergleichsweise spät liegen, verschieben sich auch zahlreiche Vertragsabschlüsse in die kommenden Wochen.



Halbjahresbilanz am Ausbildungsmarkt im Rhein-Erft-Kreis 2025/2026

Im Rhein-Erft-Kreis wurden seit Jahresanfang bis zum Stichtag 119 neue Ausbildungsverträge registriert – das entspricht fast genau dem Vorjahresniveau. Die Grundtendenz bleibt positiv: In den Bauberufen wie Dachdeckern und Zimmerern gibt es mehr neue Ausbildungsverträge, in der Elektro-/Metallbranche sowie bei den kaufmännischen Berufen leichte Rückgänge. Die Entwicklungen spiegeln eine aktuelle, vor allem kleinst- und mittelständische Betriebe betreffende Abwägung zwischen Investitionsbereitschaft und Krisenanpassung wider.

Ulrike Pütz, Leiterin der Karrierewerkstatt der Handwerkskammer zu Köln, sagt: "Der Ausbildungsmarkt im Handwerk zeigt sich trotz wirtschaftlicher Unsicherheit weiter stabil, wenn auch verhalten. Natürlich sind manche Betriebe angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage etwas zurückhaltend. Auf der anderen Seite suchen viele einen sinnstiftenden, krisenfesten und zukunftssicheren Beruf im Handwerk. Wir werden in den kommenden Monaten alles daransetzen, um noch viele Jugendliche und Betriebe zusammenzubringen. Auch im Nachgang unserer Ausbildungsmesse Azubi Meetup in der Lanxess Arena im März werden ganz sicher noch zahlreiche Ausbildungsverträge abgeschlossen."

Martina Engels-Bremer, Kreishandwerksmeisterin der Kreishandwerkerschaft Rhein-Erft, sagt: "Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt des Handwerks im Rhein-Erft-Kreis zeigt sich stabil, das ist eine gute Nachricht. Nichtsdestotrotz muss es uns im Handwerk gelingen, noch mehr Betriebe zu motivieren, jungen Menschen eine Chance zu geben und sie auszubilden. Ausbildung bleibt die beste Investition in die Zukunft unseres Handwerks. Auch wenn die Rahmenbedingungen herausfordernd sind, sichern gut ausgebildete Fachkräfte die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe. Zu tun gibt es im Handwerk genug: Ohne uns sind Klimaschutz, Energiewende und viele andere aktuelle Herausforderungen nicht zu meistern."



Ein Einstieg in die duale Berufsausbildung im Handwerk ist jederzeit möglich. Das Team der Karrierewerkstatt der HWK steht Betrieben und Ausbildungsinteressierten jederzeit beratend zur Seite

Kontakt

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Agentur für Arbeit Bonn
Präsentierten die Halbjahreszahlen am Ausbildungsmarkt 2025/2026 (v. l. n. r.): Ralf Steinhauer, Leiter der Berufsberatung bei der Agentur für Arbeit Bonn/Rhein-Sieg, Jürgen Hindenberg, Geschäftsführer Berufsbildung und Fachkräftesicherung der IHK Bonn/Rhein-Sieg, Stefan Krause, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bonn/Rhein-Sieg, Ulrike Pütz, Leiterin der Karrierewerkstatt der Handwerkskammer zu Köln, und Oliver Krämer, Hauptgeschäftsführer Kreishandwerkerschaft Bonn/Rhein-Sieg.