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Ausbildungsprämie

Update 01.06.2021 - Ausbildungsprämien werden verdoppelt. Gefördert werden Ausbildungsplätze, die im Zeitraum 1. Juni 2021 bis 15. Februar 2022 beginnen.

Seit August 2020 bietet das Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern" von der Coronapandemie betroffenen Ausbildungsbetrieben weitreichende Fördermöglichkeiten, die zum 11. Dezember 2020 und per Kabinettsbeschluss  am 17.03.2021 verlängert und erweitert wurden.

Die erste Förderrichtlinie wurde nun entsprechend angepasst und am 26.03.2021 im Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Änderungen sind am 27. März 2021 in Kraft getreten. 

Die Zugangsvoraussetzungen sind einfacher gestaltet worden. Um die Ausbildungsprämie (plus) zukünftig zu erhalten, müssen die Betriebe nur noch mind. einen Monat von Kurzarbeit oder 30 % Umsatzrückgang betroffen gewesen sein. Gefördert werden Ausbildungsverhältnisse, die im Zeitraum 1. Juni 2021 bis 15. Februar 2022 beginnen.


 Folgende Fördermöglichkeiten gibt es:



  •  Ausbildungsprämie bei Erhaltung des Ausbildungsangebote

Einmaliger Zuschuss von 4.000 Euro je Ausbildungsvertrag, wenn die

Ausbildung 2021 zahlenmäßig wie  in den Vorjahren ist.

  • Ausbildungsprämie plus bei Erhöhung des Ausbildungsangebotes

Einmaliger Zuschuss von 6.000 Euro je Ausbildungsvertrag, wenn Sie

zusätzliche Ausbildungsverträge schließen.

  •  Zuschuss zur Ausbildungsvergütung zur Vermeidung von Kurzarbeit

Zuschuss in Höhe von 75 Prozent der Ausbildungsvergütung sowie ein

Zuschuss zur Ausbildervergütung.

  • Übernahmeprämie

Einmaliger Zuschuss von 6.000 Euro je übernommenem Insolvenz-

Auszubildenden.

  • Lockdown-II-Sonderzuschuss für Kleinstunternehmen (bis zu 4 Mitarbeiter)

Einmaliger Zuschuss von 1.000 Euro für Betriebe, die im Lockdown ihren 

Betrieb ganz oder weitgehend einstellen mussten und die Ausbildung dennoch

weiterführen.



Weitere Details zu den Änderungen finden Sie hier.



Anspruchsberechtigte

Die Förderung können Ausbildungsunternehmen mit bis zu 499 Beschäftigten erhalten.

Maßgeblich ist die Zahl der Beschäftigten in Vollzeitäquivalenten.



Antragstellung

Die Antragsstellung und Bewilligung erfolgt über die örtliche Arbeitsagentur, nach Eingang der vollständigen Unterlagen. Hier finden Sie Ihre örtlich zuständige  Agentur für Arbeit, in deren Bezirk Ihr Ausbildungsbetrieb liegt.

Um vor Antragstellung zu wissen, ob sich ein Antrag lohnt, wenden Sie sich bitte an Ihre Arbeitsagentur bzw. den Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur unter Telefon 0800 4 5555-20 (gebührenfrei).

Die Hwk zu Köln kann hierzu keine verbindliche Aussage treffen!



Anträge und alle weiteren Details zur Ausbildungsprämie sind der entsprechenden Internetseite der Bundesagentur für Arbeit zu entnehmen, die Sie über den folgenden Link erreichen:
 Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern".



Hinweis:

Bitte beachten Sie, dass je nach Förderart unterschiedliche Antragsformulare zu verwenden sind. Bitte verwenden Sie ausschließlich die Formulare der Bundesagentur für Arbeit, da der Antrag andernfalls nicht bearbeitet wird.



Bescheinigung der zuständigen Stelle

Um einen Antrag stellen zu können, benötigen Sie laut Förderrichtlinie des Bundes zwingend eine Bescheinigung der zuständigen Stelle (HwK), die

  • die Anzahl Ihrer Ausbildungsverträge in den letzten drei Ausbildungsjahren und
  • die vertraglich vereinbarte Vergütung des 1. Ausbildungsjahres bescheinigt.

Der  Vordruck „Bescheinigung der zuständigen Stelle“ ist zwingend zu verwenden. Sie finden Sie auf der Homepage der Bundesagentur für Arbeit zum Bundesprogramm “Ausbildungsplätze sichern” unter der jeweiligen Prämienart.

Den ausgefüllten Vordruck schicken Sie uns bitte per E-Mail an ausbildungspraemie@hwk-koeln.de zu.

Die von uns ergänzte und gestempelte Bescheinigung schicken die Kolleginnen der Lehrlingsrolle Ihnen dann umgehend per E-Mail als Scan-Datei (PDF) zu.

Diese Datei müssen Sie dann zusammen mit dem Antrag und den übrigen Antragsunterlagen bei Ihrer Arbeitsagentur einreichen.



Auftrags- und Verbundausbildung 

Ab Anfang November konnten kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) oder Ausbildungsdienstleister, wie beispielsweise überbetriebliche Berufsbildungsstätten, eine Prämie für Auftrags- oder Verbundausbildungen beantragen. Dies ist der Fall, wenn sie Auszubildende vorübergehend ausbilden, die ihre Ausbildung nicht im eigenen Betrieb beginnen oder weiterführen können, weil dieser vollständig oder zu wesentlichen Teilen aufgrund der Corona-Pandemie von Schließungen oder erheblichen Einschränkungen betroffen ist. Die Förderbekanntmachung des Bundesbildungsministeriums wurde am 30. Oktober 2020 veröffentlicht.

Für die Umsetzung der „Förderung der Auftrags- und Verbundausbildung“, die ebenfalls Teil des Bundesprogramms „Ausbildungsplätze sichern“ ist, ist nicht die Bundesagentur für Arbeit zuständig. Diese Förderung wird in einer Zweiten Förderrichtlinie umgesetzt. Die Umsetzung erfolgt durch die Knappschaft Bahn See.



Weitere Fördermöglichkeiten sind, voraussichtlich ab April 2021, vorgesehen:

  • Die Auftrags- und Verbundausbildung soll attraktiver werden.
  • Zuschuss zu Prüfungsvorbereitungskursen

 Weitere Infos dazu finden Sie hier.

 

Sie haben noch Fragen? Folgende Abteilungen unseres Hauses stehen Ihnen gerne zur Verfügung:

 Ansprechpartner der Ausbildungsberatung  0221 2022-251

 Ansprechpartner der Karrierewerkstatt  0221 2022-144

 Ansprechpartner der Lehrlingsrolle 0221 2022-298