Autobahnkreuz Köln-West: Straßen.NRW nimmt Verkehrschaos in Kauf

Straßen.NRW nimmt Verkehrschaos in Kauf: Der nächste Fall

Sperrung am Autobahnkreuz Köln-West

Es ist noch keine 14 Tage her, da führte die von Straßen.NRW eingerichtete und so nicht mit der Bezirksregierung abgestimmte Baustelle am Heumarer Dreieck zur großen Verärgerung nicht nur in der regionalen Wirtschaft. Jetzt soll am 1. Dezember am Autobahnkreuz Köln-West der Übergang von der A1 aus Richtung Süden kommend auf die A4 in Richtung Aachen gesperrt werden, und das bis Mitte 2015. „Diese Baumaßnahme in der Vorweihnachtszeit durchzuführen, ist unzumutbar. Nicht nur der Einzelhandel wird Schaden nehmen, sondern die gesamte regionale Wirtschaft wird die negativen Auswirkungen zu spüren bekommen“, betont Ortwin Weltrich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer zu Köln. Die Handwerkskammer hält die Einrichtung der Baustelle für eine zeitliche Fehlplanung. Auf der geplanten Umleitungsstrecke, der A 61, gebe es zeitgleich Baustellen in Kerpen-Thürnich und im Dreieck Erfttal. Auch die Umleitung des aus Köln Richtung Aachen fahrenden Verkehrs über die B264 werde dort zu erheblichen Staus führen.

„In den nächsten Wochen ist mit zahlreichen Bussen zu rechnen, die Fahrgäste zu Weihnachtsmärkten in Köln und zu Weihnachtseinkäufen in die Stadt bringen. Zusätzlich zu den sowieso schon vollen Straßen kommen jetzt noch solche Baustellen. Wir fordern, Straßen.NRW und auch die Bezirksregierung auf, die Bauarbeiten ins Frühjahr 2015 zu verlegen.“ Verärgert ist Weltrich auch über die kurzfristige Ankündigung der Maßnahme. „Ich frage mich warum haben wir ein Koordinierungsgremium bei der Bezirksregierung eingerichtet und erfahren von der Maßnahme eine Woche vorher über die Presse. Es ist an der Zeit, die Ernsthaftigkeit der Arbeit dieses Gremiums zu hinterfragen.“

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