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Bonn, Nordbrücke

VerkehrsinfrastrukturBonner Nordbrücke: Umfrage belegt spürbare wirtschaftliche Folgen für Unternehmen

Im September haben 1.160 Betriebe aus Bundesstadt Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis an einer gemeinsamen Umfrage der Handwerkskammer zu Köln, der Kreishandwerkerschaft Bonn Rhein-Sieg, der IHK Bonn/Rhein-Sieg sowie der Wirtschaftsförderung Bonn und der Wirtschaftsförderung des Rhein-Sieg-Kreises teilgenommen. Dabei zeigt sich über alle Branchen hinweg eine deutliche wirtschaftliche Einschränkung. Rund 92 Prozent der 1.160 teilnehmenden Betriebe geben an, von der Sperrung betroffen zu sein.

Besonders deutlich zeigen sich die Folgen auch bei den 372 Handwerksbetrieben, die an der Studie teilgenommen haben: 342 von ihnen geben an, Einschränkungen im Arbeitsalltag zu erleben. Dabei spielen längere Fahrzeiten, verzögerte Baustellentermine und Einschränkungen bei brückenübergreifenden Aufträgen aufgrund des hohen Mobilitätsbedarfes des Handwerks eine zentrale Rolle.

Die wichtigsten Ergebnisse aus dem Handwerk:
  • Längere Wege und Verzögerungen: Bei 79,3 Prozent verzögert sich die Anreise zu Terminen oder Baustellen. 66,9 Prozent berichten von längeren Arbeitswegen für die Beschäftigten. Rund zwei Drittel sind dabei auf beiden Seiten des Rheins tätig.
  • Spürbare wirtschaftliche Folgen: 53,5 Prozent verzeichnen mittlere oder starke Umsatzeinbußen. 47 Prozent geben Mehrkosten über Preise oder Anfahrtspauschalen weiter. 45,2 Prozent lehnen Aufträge auf der anderen Rheinseite ab oder geben sie weiter.
  • Konkrete Vorschläge zur Entlastung: 70,4 Prozent wünschen sich verkehrliche Ausnahmeregelungen für den Handwerker- und Lieferverkehr. 54,8 Prozent sprechen sich für eine bessere Abstimmung der Baumaßnahmen aus, 42,5 Prozent für eine bessere Umleitungsführung.


Thomas Radermacher, Präsident der Handwerkskammer zu Köln, zu den Umfrageergebnissen: "Eine verlässliche Verkehrsinfrastruktur ist und bleibt für das Handwerk eine der zentralen Standortbedingungen. Die Ergebnisse zeigen leider eindrucksvoll, wie sehr das regionale Handwerk betroffen ist, wenn die Infrastruktur ausfällt. Umso wichtiger sind aktuell Lösungen, die Betriebe und Beschäftigte während der Sperrung entlasten. Gleichzeitig ist höchstes Tempo beim Ersatz- und Neubau der Brücke gefordert."