Handwerkskammer fordert unverzüglichen Abbau der Baustelle am Heumarer Dreieck

Immer wieder Staus durch unzulängliches Baustellenmanagement: Handwerkskammer fordert von Straßen.NRW den unverzüglichen Abbau der Baustelle am Heumarer Dreieck

Schon wieder unnötige Staus, und diesmal mitverursacht durch eine Baustelle am Heumarer Dreieck. Staus sind Gift für die Wirtschaft. Allein das Handwerk in der Region Köln/Bonn erleidet durch Staus jährlich einen Schaden von rund 150 Millionen Euro. Das haben Umfragen der Handwerkskammer zu Köln ergeben. Wie hoch der gesamtwirtschaftliche Schaden in der Region ist, lässt sich kaum erahnen. „Wir haben Mitte November 2012 – also ziemlich genau vor zwei Jahren - den Verkehrsminister des Landes NRW, Herrn Groschek, angeschrieben und ein über alle Straßen-baulastträger abgestimmtes Baustellenmanagement in der Region eingefordert“, berichtet Dr. Ortwin Weltrich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer zu Köln.

Auf einer anschließenden Konferenz zur Leverkusener Brücke im Düsseldorfer Ministerium wiederholte die Kammer ihre Forderung. Im Frühjahr 2013 wurde dann die Verkehrskonferenz bei der Kölner Bezirksregierung eingerichtet, ein Gremium, das sich um die Abstimmung der Baustellen in der Region kümmern sollte. Das Gremium ist mit Vertretern des Verkehrsministeriums, der Bezirksregierung, der drei kreisfreien Städte und der vier Kreise der Region besetzt. Hinzu kommen Vertreter der Versorgungsunternehmen, der öffentlichen Verkehrsbetriebe, der Deutschen Bahn und der Wirtschaftsorganisationen.

„Knapp zwei Jahre, nachdem man diese Task Force für das Baustellenmanagement eingerichtet hat, sehen wir uns immer noch mit unnötigen Behinderungen durch Baustellen, vor allem auf den Autobahnen rund um Köln und Bonn konfrontiert“, kritisiert Weltrich. Er macht dafür vor allem die mangelnde Sensibilität bei Straßen.NRW verantwortlich. Ein aktuelles Beispiel dafür sei die Baustelle am Übergang der A 4 auf die A 3 am Heumarer Dreieck. Dort lässt Straßen.NRW neue Lärmschutzwände setzen. Die Baustellenabsperrung führt zur Fahrstreifenreduzierung. Besonders ärgerlich sei die Tatsache, dass auf ca. drei Kilometern Baustelleneinrichtungen aufgebaut worden seien, aber nur auf einer kleinen Teilstrecke davon tatsächlich gearbeitet werde, so die Handwerkskammer. „Warum müssen gerade jetzt, wo der Tunnel Kalk saniert wird und die Leverkusener Brücke nur eingeschränkt nutzbar ist, auch noch zeitlich unkritische Maßnahmen am Heumarer Dreieck durchgeführt werden? Was ist das für ein Baustellenmanagement“, ärgert sich der Hauptgeschäftsführer der Kölner Handwerkskammer.

Weltrich hinterfragt auch den ab Frühjahr 2015 geplanten Ausbau der A 3 zwischen den Anschlussstellen Köln-Mülheim und Leverkusen von drei auf vier Fahrspuren. Die Kammer habe Minister Groschek in dieser Angelegenheit bereits vor Monaten angeschrieben und wegen der Verkehrsbeschränkungen auf der Leverkusener Brücke und den Arbeiten am Tunnel Kalk eine zeitliche Verschiebung des Ausbaus angeregt. Man sei aber auf eine ablehnende Haltung im Ministerium gestoßen.

Die Arbeit in der Verkehrskonferenz der Bezirksregierung Köln, die Bemühungen die Baustellen auf dem relevanten Straßenverkehrsnetz aufeinander abzustimmen, das werde so ad absurdum geführt. Die Region fühle sich vom Düsseldorfer Ministerium in ihren Sorgen nicht Ernst genommen. Die Handwerkskammer werde jedoch nichts unversucht lassen, sie werde sich schriftlich an Minister Groschek wenden. „Mit dieser Pressemitteilung fordern wir auch öffentlich, die Baustelle am Heumarer Dreieck abzubauen und den Austausch der Lärmschutzwände zu verschieben. Solche unnötigen Baustellen bringen nun das Fass bei der regionalen Wirtschaft zum Überlaufen“, so Weltrich.

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