Höhere Verdienstgrenzen für Minijobber

Nachdem der Deutsche Bundestag das Gesetz zu Änderungen im Bereich der geringfügigen Beschäftigung (Mini-Job) beschlossen hat, hat Ende November auch der Bundesrat das Gesetz gebilligt, so dass es nun zur Ausfertigung dem Bundespräsidenten vorliegt und plangemäß am 01.01.2013 in Kraft treten kann.

Änderungen gibt es bei den Verdienstgrenzen der Minijobs. Von bisher 400 EUR brutto wird die Entgeltgrenze ab dem 01.01.2013 auf 450 EUR angehoben. Minijobber können also zukünftig steuerfrei 50 EUR mehr verdienen, d. h. also bei gleichem Entgelt pro Stunde entsprechend mehr Stunden arbeiten oder bei gleichbleibender Arbeitszeit ein höheres Entgelt beziehen.

Zudem wird die Versicherungspflicht in der Rentenversicherung der Minijobber zur Regel gemacht; nur auf Antrag können sich die Minijobber von der Rentenversicherung befreien lassen. Diese Umkehr der bisherigen Verfahrensweise beruht auf dem Willen des Gesetzgebers, die soziale Absicherung dieser Arbeitnehmergruppen zu verbessern. So erwerben Minijobber künftig auch einen Anspruch auf Erwerbsminderungsrenten mit Reha-Leistungen.

Sofern die Minijobber sich nicht von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen, verbleibt es weiterhin für die Arbeitgeber bei einer Pauschalzahlung von 15 % und für den Minijobber von 3,9 % des Arbeitsentgeltes.

Altfälle bleiben versicherungsfrei, wenn keine Anträge auf Befreiung gestellt werden.

Für Midijobber, also die geringfügig Beschäftigten, die im Rahmen der sog. Gleitzone von bisher 401 EUR bis 800 EUR beschäftigt sind, wird die Entgeltgrenze ebenfalls um 50 EUR auf 850 EUR erhöht.

 

10.12.2012, RAin S. Schönewald