Maximilian Fritsche/Kreishandwerkerschaft Köln
Hans Peter Wollseifer (2.v.r.) mit Oberbürgermeister Torsten Burmester (r.), Kreishandwerksmeister Nicolai Lucks (l.) und dem Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Köln, Roberto Lepore (2.v.l.)

AuszeichnungHWK-Ehrenpräsident Hans Peter Wollseifer erhält Meisterpreis der Stiftung KölnHandwerk

Für sein herausragendes Engagement für das Handwerk ist Hans Peter Wollseifer mit dem Meisterpreis 2026 der Stiftung KölnHandwerk ausgezeichnet worden. Der frühere Präsident der Handwerkskammer zu Köln und des Zentralverbands des Deutschen Handwerks prägte die Interessenvertretung des Handwerks über viele Jahre.

Das Kuratorium der Stiftung KölnHandwerk e.V. unter Vorsitz von Oberbürgermeister Torsten Burmester hat den ehemaligen Präsidenten und heutigen Ehrenpräsidenten der Handwerkskammer zu Köln, Hans Peter Wollseifer, mit dem Meisterpreis 2026 ausgezeichnet. Mehr als 150 Gäste aus Handwerk, Wirtschaft und Politik kamen am 17. September 2026 zur Preisverleihung in die Piazzetta des Historischen Rathauses.

"Politik denkt gerne in Zuständigkeiten, Handwerk denkt in Lösungen. Du hast beide Sprachen gesprochen und warst ein ausgezeichneter Übersetzer," würdigte Kölns Kreishandwerksmeister Nicolai Lucks die Kommunikationsfähigkeit Wollseifers in seiner Laudatio. Oberbürgermeister Torsten Burmester betonte den seit jeher im Handwerk vorhandenen Willen zur sozialen Verantwortung: "Diese demokratische Haltung verkörpern wenige so sehr wie Sie, lieber Herr Wollseifer."

Politik denkt gerne in Zuständigkeiten, Handwerk denkt in Lösungen. Du hast beide Sprachen gesprochen und warst ein ausgezeichneter Übersetzer.

Wollseifer prägte das deutsche Handwerk über viele Jahre in herausgehobener Verantwortung. Von 2010 bis 2025 war er Präsident der Handwerkskammer zu Köln, von 2014 bis 2022 zugleich Präsident des Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH). Der Maler- und Lackierermeister verlieh den Interessen des Handwerks gegenüber Politik, Wirtschaft und Gesellschaft eine starke und vernehmbare Stimme. Zu seinen zentralen Anliegen gehörte die rechtliche und gesellschaftliche Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung. Ebenso setzte er sich mit großer Beharrlichkeit für die Stärkung der Meisterqualifikation ein. Als Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks trug er durch seine politische Überzeugungsarbeit maßgeblich dazu bei, dass die Meisterpflicht 2020 in zwölf Handwerksberufen wieder eingeführt wurde. 

Kreishandwerksmeister Lucks überreichte Wollseifer eine Replik der sogenannten Meisterpreisglocke, der größten Glocke aus dem Glockenspiel im Ratsturm, das das Kölner Handwerk der Stadt Köln vor genau 60 Jahren gestiftet hat. Mit einer Replik der Glocke wurden lange Jahre Sitzungen des Bundeskabinetts eingeläutet. Das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro spendet Wollseifer hälftig an das soziale Projekt ASB-Wünschewagen sowie an den Verein Kindernöte e.V.

Zu den Gratulanten Wollseifers zählten auch HWK-Präsident Thomas Radermacher und HWK-Hauptgeschäftsführer Dr. Erik Werdel. Der Geehrte selbst nahm die Auszeichnung "mit Demut und Stolz" entgegen: "Meine größte Freude und Stolz war es, das Klientel der Handwerkerinnen und Handwerker neun Jahre an vorderster Stelle und 15 Jahre in der Region vertreten zu dürfen. Die Kolleginnen und Kollegen, die jeden Tag aufs Neue unser Land am Laufen halten und ohne die nichts geht. Ich sehe dies nach wie vor als großes Privileg, für das ich sehr dankbar bin."

Die Stiftung KölnHandwerk zeichnet mit dem Meisterpreis Persönlichkeiten aus, die das demokratische Staatswesen durch Revitalisierung und Förderung der Werte „Selbstverantwortlichkeit“ und „Gemeinsinn“ nach Kräften stärken und unterstützen.

Michael Schnitzler
HWK-Präsident Thomas Radermacher (l.) und HWK-Hauptgeschäftsführer Dr. Erik Werdel (r.) zählten zu den ersten Gratulanten Hans Peter Wollseifers.

Michael Schnitzler
Hans Peter Wollseifer erhielt eine Replik der sogenannten Meisterpreisglocke, der größten Glocke aus dem Glockenspiel im Ratsturm, das das Kölner Handwerk der Stadt Köln vor genau 60 Jahren gestiftet hat. Mit einer Replik der Glocke wurden lange Jahre Sitzungen des Bundeskabinetts eingeläutet.