Jugend in Arbeit plus noch immer ein Erfolgsmodell!

Fast zwei Drittel der Beratenen in Köln-Bonn finden in Ausbildung bzw. Arbeit

Jugend in Arbeit plus gilt mit inzwischen 18 Jahren Laufzeit als „Dino“ unter den arbeitsmarktpolitischen Projekten, die seitens des Landes Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union gefördert werden. Ziel ist es, junge Menschen (Volljährige i. d. R. bis 27 Jahre) mit multiplen Vermittlungshemmnissen in eine tariflich oder ortsüblich entlohnte sozialversicherungspflichtige Arbeitsstelle auf dem ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln. Eine zwingend notwendige Voraussetzung ist eine vorherige Zuweisung durch die Arbeitsagenturen bzw. die Jobcenter. Unter den Teilnehmern/-innen sind viele potenzielle Helfer/-innen, aber auch Ausbildungsabbrecher/-innen und Bewerber/-innen mit bestandener Abschlussprüfung.

Die Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbH (G.I.B.) hat jetzt die Auswertung der Programmaktivitäten für den Zeitraum 1.1 bis 30.9.2015 vorgelegt. In der Region Köln-Bonn wurden von den Agenturen für Arbeit und Jobcentern insgesamt 366 junge Menschen in das Programm zugewiesen. Davon fanden 234 in Erwerbstätigkeit, das entspricht einer Einmündungsquote in Höhe von 63,9 Prozent.

Das Erfolgsrezept von Jugend in Arbeit plus ist die etablierte Zusammenarbeit im Netzwerk bestehend aus Arbeitsverwaltung, Beratungseinrichtungen und Wirtschaftsorganisationen. Seitens der Wirtschaft sind in Köln, Leverkusen, im Rhein-Erft-Kreis, Rheinisch-Bergischen Kreis und Oberbergischen Kreis die Handwerkskammer zu Köln sowie die Industrie- und Handelskammer zu Köln im Einsatz und in der Bundesstadt Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis die Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg sowie die dortige Kreishandwerkerschaft. Die Wirtschaftsorganisationen bringen ihre besonderen Betriebskontakte in die Vermittlung ein. So ist es besonders erfreulich, dass 65 Prozent der Vermittlungen über die Kammern/Kreishandwerkerschaft gelangen.

Die Werte im Kölner Kammerbezirk sind besser als die im Landesdurchschnitt. Dort lagen die Einmündungsquote bei 53,8 Prozent und der Anteil der Wirtschaftsorganisationen an allen Vermittlungen bei 56,8 Prozent.