Zertifizierte Nachrüstsysteme für bestimmte Fahrzeugtypen verfügbar
Handwerkskammer zu Köln
Zertifizierte Nachrüstsysteme für bestimmte Fahrzeugtypen verfügbar

Nachrüsten oder Neukaufen von Fahrzeugen

Zertifizierte Nachrüstsysteme für bestimmte Fahrzeugtypen sind am Markt verfügbar. Fördermittel für die Nachrüstung von Handwerker- und Lieferfahrzeugen können bis zum 30. September 2019 beantragt werden. Wer nicht nachrüstet, riskiert ein Fahrverbot.

Förderprogramm Nachrüstung für Handwerker- und Lieferfahrzeuge (M1, M2, N1, N2) ab 2,8 bis 7,5 t Gesamtgewicht mit SCR-Systemen

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert die Nachrüstung von Handwerker- und Lieferfahrzeugen mit einem SCR-System (selective catalytiv reduction). Durch die Nachrüstung werden die Stickoxid-Emissionen von Dieselfahrzeugen deutlich gesenkt.

Antragsberechtigt sind

  • Unternehmen mit Firmensitz in einer der besonders belasteten 65 Städte oder in einem der angrenzenden Landkreise oder
  • Unternehmen aus anderen Regionen mit einem jährlichen Auftragsvolumen oder Umsatz von mindestens 25 Prozent in der belasteten Stadt.
  • In beiden Fällen müssen die Handwerker- und Lieferfahrzeuge  streckenbezogen über 50 Prozent in einer der genannten Städte oder anliegenden Landkreise eingesetzt werden.

Förderhöhe

Bis zu 80 Prozent der Umrüstkosten (System und Einbaukosten) in Abhängigkeit von der zugehörigen Gewichtsklasse des nachzurüstenden Fahrzeugs

Leichte Nutzfahrzeuge (2,8 t bis max. 3,5 t Gesamtgewicht):
max. 3.000 Euro Förderung pro Fahrzeug

Schwere Nutzfahrzeuge (3,5 t bis max. 7,5 t Gesamtgewicht):
max. 4.000 Euro Förderung pro Fahrzeug

Antragstellung

Die Antragstellung erfolgt im Rahmen von Aufrufen. Die Förderung muss bei der Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen (BAV) beantragt werden.

Antragsfrist des aktuellen Aufrufs: 30.09.2019

Die Nachrüstung darf erst nach der Bewilligung der Förderung erfolgen. Ein nachgerüstetes Fahrzeug darf erst nach Ablauf von zwei Jahren wieder veräußert werden.

Der Antrag wird über das elektronische Formularsystem „easy-online“ abgewickelt.

Es werden nur vollständige Anträge berücksichtigt.

Vorab-Beratung und Einschätzung der Antragsentwürfe sind durch die BAV auf Wunsch möglich.

Hotline: 04941/602-788
Service E-Mail: Diesel-HWNR@bav.bund.de

Die Nachrüstung muss bis spätestens 31. Dezember 2020 umgesetzt sein.

Förderanträge für leichte und schwere Nutzfahrzeuge mit weiteren Informationen und Hilfestellungen

Bewilligungen erfolgen priorisiert nach drei Stufen:

  1. Anträge aus Kommunen mit bereits bestehenden Dieselfahrverboten
  2. Anträge aus Kommunen mit einer NO2-Belastung von 45 µg/m3 oder mehr
  3. Anträge von Antragstellern, die eine Förderung für 10 und mehr Handwerker- und Lieferfahrzeugen beinhalten 

Bei Überzeichnung des aktuellen Förderaufrufs kann der nicht bewilligte Antrag bei einem weiteren Aufruf erneut eingereicht werden.

Hinweise:
Aktuell sind nur vereinzelt vom Kraftfahrtbundesamt zertifizierte Nachrüstsysteme verfügbar. Ob für das jeweilige Fahrzeug später auch ein über das Kraftfahrtbundesamt zugelassener Nachrüstsatz vorliegen wird, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Die Antragstellung ist jedoch unabhängig davon möglich, wenn die Kosten im Antrag geschätzt werden. Orientierungshilfe bieten die Schätzungen des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur: 4.000 bis 8.000 Euro pro Fahrzeug für leichte Handwerker- und Lieferfahrzeuge; 6.000 bis 12.000 Euro pro Fahrzeug bei den schweren. Im Zweifelsfall sollte die höchstmögliche Fördersumme beantragt werden. Unterstützung bei der Antragstellung leistet die Unternehmensberatung der Handwerkskammer, Ansprechpartner ist Robin Jeschall , Telefon 0221 2022-278.

Heumarkt 12
50667 Köln
Tel. +49 221 - 2022 293
fesser--at--hwk-koeln.de

Heumarkt 12
50667 Köln
Tel. +49 221 - 2022 278
jeschall--at--hwk-koeln.de