Coronavirus
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Neue Corona- Regeln

ab dem 16. Januar 2022 mit Relevanz für das Handwerk:

NEU:

+++  Neue Isolierungs- und Quarantäneregeln und erweiterte Ausnahmen von der 2G-plus-Regel für Geboosterte und Genesene seit 16.01.2022 in Kraft+++

  • 2G-plus in der Gastronomie
  • FFP2 Maskenpflicht für Friseur-Leistungen, wenn Dienstleister oder Kunde nicht immunisiert sind
  • Maskenpflicht im Freien in Warteschlangen, Anstell- und Kassenbereichen sowie an Verkaufsständen 
  • Die zusätzliche Testpflicht (2G-plus) entfällt für geimpfte, genesene und geboosterte Personen (s.u.)
  • An Orten, an denen ein Test für den Zutritt erforderlich ist (also für Ungeimpfte bei geltender 3G-Regel sowie bei 2G-plus Regel), kann statt Vorlage eines Testnachweises einer offiziellen Teststelle auch ein vor Ort beaufsichtigter und dokumentierter Selbsttest durchgeführt werden

    Weiterhin gilt:

  • 3G  am Arbeitsplatz für alle Beschäftigten und Inhaber
  • 3G für Friseurleistungen 
  • 2G für körpernahe Dienstleistungen (Kosmetik, kosmet. Fußpflege etc.)
  • 2G für reine Ladengeschäfte u. Märkte mit Kundenverkehr (Handel) bzw.
  • 2G Verkauf von Waren ohne Bezug zur handwerklichen Leistung
  • 2G für gastronomischen Angebote innen u. außen
  • Maskenpflicht in Innenräumen mit Kunden- u. Besucherverkehr
  • Homeoffice-Pflicht für Beschäftigte soweit es die Tätigkeit zulässt
  • Kontaktbeschränkungen

Auf Grund rasant steigender Corona -Infektionszahlen mit der sich ausbreitenden Omikron-Variante waren neue Schutzmaßnahmen erforderlich, um die Infektionsdynamik zu verlangsamen.
NRW hat die Beschlüsse der jüngsten Bund-Länder-Konferenz in einer neuen Corona-Schutzverordnung umgesetzt, die ab dem 13. Januar 2022 und seit dem 16. Januar 2022 in geänderter Fassung in Kraft tritt und bis zum 09. Feburar 2022 gilt.

Von besonderer Relevanz für Betriebe im Handwerk ist insbesondere die neu eingeführte 2G-plus-Regel für gastronomische Angebote sowie die FFP-2 Maskenpflicht für Friseurleistungen, wenn Dienstleister oder Kunde nicht geimpft oder genesen sind. Darüberhinaus ist weiterhin die branchenübergreifende und verpflichtende 3G-Regel am Arbeitsplatz, die 2-G-Regel für körpernahe Dienstleistungen sowie für Ladengeschäft mit Kundenverkehr beachtenswert.



Die wichtigsten Fakten im Überblick:



  • Neue Isolierungs- u. Quarantäneregeln

    Seit dem 16.01.22 gelten kürzere Zeiten für die Isolierung von Infizierten und die Quarantäne von Kontaktpersonen.
    Diese Regeln gelten jetzt:

    Infizierte
    Infizierte mit einem positiven Testergebnis (offizieller Schnelltest oder PCR-Test) müssen auch ohne behördliche Anordnung für volle 10 Tage ab Symptombeginn bzw. Vornahme des Testes in Isolierung. Eine Verkürzung auf 7 Tage ist möglich, wenn die infizierte Person über ein negatives Testergebnis (PCR oder Schnelltest einer zugelassenen Teststelle/Labor) verfügt und zuvor mindestens 48 Std. symptomfrei ist

    Kontaktpersonen aus gleichem Haushalt
    Kontaktpersonen, die mit der infizierten Person im gleichen Haushalt leben, müssen sich grundsätzlich ebenfalls automatisch auch ohne behördliche Anordnung für 10 Tage in Quarantäne begeben- gerechnet ab Symptombeginn oder positiver Testung der infizierten Person. Auch hier ist bei Symptomfreiheit und negativem Testergebnis (PCR oder Schnelltest einer zugelassenen Teststelle/Labor) eine Verkürzung auf 7 Tage möglich.

    Andere Kontaktpersonen
    Andere Kontaktpersonen, die mit der infizierten Person nicht im gleichen Haushalt leben, aber einen relevanten Kontakt hatten, sind nicht automatisch verpflichtet, sich in Quarantäne zu begeben, sondern nur dann, wenn das Gesundheitsamt sie ausdrücklich anordnet.

    Achtung! Für alle Kontaktpersonen gelten jedoch folgende

    Ausnahmen von der Quarantänepflicht: 
  1. Personen mit einer Boosterimpfung
    nach zwei vorangegangenen Impfungen mit einem zugelassenen Impfstoff (auch in Kombination mit dem Impfstoff von Johnson& Johnson);
  2. Geimpfte Genesene,
    die vollständig geimpft sind und eine Durchbruchsinfektion hatten oder Genesene mit PCR-Nachweis über eine Infektion, die vor oder nach der Erkrankung mindestens eine Impfung erhalten haben;
  3. Personen mit vollständiger Impfung,
    wobei die zweite Impfung mindestens 14 Tage, aber höchstens 90 Tage zurückliegen darf;
  4. Genesene, bei denen die PCR-Test bestätigte Infektion mehr als 27, aber höchstens 90 Tage zurückliegt. 

  • 3G-Regel am Arbeitsplatz:

Die Änderungen des Infektionsschutzgesetzes sehen insbesondere die Neufassung des § 28b IfSG mit der Einführung der 3G-Regel am Arbeitsplatz sowie die Wiedereinführung der Homeoffice-Pflicht vor.

Was bedeutet die 3 G-Regel am Arbeitsplatz?
Zum Schutz der Beschäftigten vor Ansteckung gilt seit dem 24.11.2021 branchenübergreifend und verpflichtend für alle Betriebe die neue 3G- Regel: 
Vor Betreten der Arbeitsstätte, in der physische Kontakte zu anderen Personen nicht ausgeschlossen sind, müssen Beschäftigte jetzt arbeitstäglich nachweisen können, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind.
Der Zutritt zum Arbeitsplatz ist  nur noch mit Impf-, Genesenen- oder einem Testnachweis erlaubt. Ein Antigen-Schnelltest darf maximal 24 Std. und ein PCR-Test maximal 48 Stunden alt sein. Die Nachweise haben die Arbeitnehmer zur Kontrolle verfügbar zu halten.

Für wen gilt die 3G-Regel und welche Arbeitsplätze sind betroffen?
Die 3 G-Regel gilt für alle Personen, die nach dem Arbeitsschutzgesetz zu den Beschäftigten zählen. Das sind u.a. neben Arbeitnehmer*innen auch die Auszubildenden, wenn und soweit ein physischer Kontakt zu anderen Personen nicht ausgeschlossen werden kann (auf einen Körperkontakt kommt es nicht an). Betroffen sind Arbeitsplätze in Gebäuden auf dem Gelände eines Betriebes oder einer Baustelle und sogar auch im Freien.

Gleiches gilt auch für betrieblich organisierte Sammeltransporte mit mindestens zwei Beschäftigten zur oder von der Arbeitsstätte (z.B. auswärtige Baustellen). Arbeitsplätze im ausschließlichen Homeoffice hingegen sind von der 3G Pflicht ausgenommen.

Wer trägt die Verantwortung und die Kosten für einen Testnachweis? Welche Tests sind zulässig?
Ab sofort hat jeder Arbeitnehmer eigenverantwortlich dafür zu sorgen, für jeden Arbeitstag entsprechende 3G- Nachweise vorlegen zu können; es obliegt auch nicht mehr ausschließlich dem Arbeitgeber, für die Kosten des Arbeitsschutzes aufzukommen.

Nach den Vorgaben der noch aktuellen SARS-CoV-2 ArbeitsschutzVO hat der Arbeitgeber nach wie vor die Pflicht, den Beschäftigten jeweils zwei Tests pro Woche anzubieten, d.h. für zwei Arbeitstage hat der Arbeitgeber auch die Kosten für die Tests zu übernehmen, wenn die Beschäftigten das Angebot annehmen. Im Übrigen können die Beschäftigten nach den Informationen des Bundesgesundheitsministeriums auf die kostenfreien Bürgertests der zertifizierten Teststellen zurückzugreifen.

Die sog. Beschäftigtentestung bleibt weiter möglich!

Will der Arbeitgeber eine Beschäftigtentestung anbieten, kann er dies nach wie vor

  1. mit Antigen-Selbsttests in Eigenanwendung durch die Beschäftigten vor Ort unter seiner oder der Aufsicht einer anderen beauftragten und unterwiesenen Person;

  2. oder mit einem Antigen-Selbsttest, den eine von ihm beauftragte Person, die die dafür erforderliche Ausbildung oder Kenntnis und Erfahrung besitzt, durchführt;

  3. oder durch einen Test von einem Leistungserbringer nach § 6 Abs. 1 der Coronavirus-Testungsverordnung (u.a. in Testzentren, Arztpraxen, Labore und Apotheken). 

Selbsttests, die der Arbeitgeber den Beschäftigten zur Eigenanwendung nur aushändigt, reichen für einen Testnachweis nicht mehr aus!

Auch Zertifikate über digital überwachte Tests sind nicht gültig !
(siehe hierzu auch die Pressemeldung vom Gesundheitsministerium NRW )

Weitere Infos zur Beschäftigentestung:

Für eine Unterweisung reicht die Teilnahme an Anwendungsvideos von Test-Anbietern, Apotheken oder Kliniken auf YouTube aus. Die Ein- und Unterweisung ist vom Arbeitgeber lediglich zu dokumentieren (Notiz mit Datum, welches Anwendervideo von wem angesehen wurde)
Desweiteren ist die Durchführung der Beschäftigtentestung dem Gesundheitsamt anzuzeigen. Hierzu ist das Kontaktformular unter https://www.mags.nrw/coronavirus-beschaeftigtentestung-anzeige zu nutzen.
In beiden Fällen kann der Arbeitgeber über das Testergebnis auch einen schriftlichen Testnachweis ausstellen. Soweit er dies tut, hat der Testnachweis nach dem Muster der Anlage 3 der Corona-Test- und Quarantäneverordnung zu erfolgen.

Die Arbeitgeber sind verpflichtet, die 3G- Nachweise im Wege einer betrieblichen Zutrittskontrolle zu überprüfen. Für nicht Geimpfte oder nicht Genesene ist eine arbeitstägliche Überprüfung ihres negativen Teststatus erforderlich; stichprobenartige Kontrollen reichen nicht aus.
Bei geimpften oder genesenen Beschäftigten genügt hingegen die einmalige Kontrolle der Impf- oder Genesenennachweise und die Dokumentation der Kontrolle.

Für die Dokumentation genügt eine Liste, auf der an jedem Kontrolltag der Name des Beschäftigten abgehakt wird, soweit dieser seinen Nachweis erbracht hat.
Arbeitgebern, die die Testnachweise ihrer Beschäftigten nicht kontrollieren, drohen Bußgelder bis zu 25.000 EUR.

Wer keinen 3G- Nachweis erbringt, erhält keinen Zutritt zum Arbeitsplatz und kann infolgedessen auch seine vertraglich geschuldete Arbeitsleistung nicht erbringen. Diesen Beschäftigten drohen grundsätzlich Lohnausfälle und arbeitsrechtliche Konsequenzen – u.U. sogar bis hin zur Kündigung.

Alle Informationen zur neuen 3 G-Regel am Arbeitsplatz hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) in FAQ´s unter

https://www.bmas.de/DE/Corona/Fragen-und-Antworten/Fragen-und-Antworten-Infektionsschutzgesetz/faq-infektionsschutzgesetz.html

eingestellt.



  • Homeoffice Pflicht

    Allen Beschäftigten, deren Tätigkeit und Ausstattung es zulässt, muss das Arbeiten im Homeoffice ermöglicht werden. Im Handwerk kann dies allenfalls für Bürotätigkeiten relevant werden.


  • 3G für Friseurleistungen

    Die 3G-Regel (Geimpft, Genesen oder Getestet) in Friseurbetrieben bleibt bestehen.
    Das bedeutet: Ausschließlich Personen, die genesen, vollständig geimpft oder getestet sind, dürfen Friseurleistungen in Anspruch nehmen.
    Vor Zutritt des Salons und vor Durchführung der Friseurdienstleistung müssen Kunden einen Immunisierungsnachweis (vollständige Impfung oder Genesenennachweis) oder einen bescheinigten, höchstens 24 Stunden alten negativen Antigen-Schnelltest bwz. einen laborbescheinigten höchstens 48 Stunden alten PCR-Test vorlegen.

    neu: +++ Ein Selbsttest des Kunden vor Ort und unter Aufsicht und Dokumentation des Dienstleisters reicht ab dem 13.01.2022 aus!+++
    Die Entscheidung, ob und in welcher Form eine Testung angeboten wird, entscheidet der jeweilige Betreiber/Inhaber des Salons. Der beaufsichtigte Test gilt nur für die Inanspruchnahme der Dienstleistung; ein Testnachweis darf nicht ausgestellt werden.

    Ausnahmen gelten für Kinder und Jugendliche:
    Kinder bis zum Schuleintritt benötigen keinen Test; sie werden getesteten Personen gleichgestellt.
    Kinder u. Jugendliche bis einschließlich 15 Jahren gelten als Schüler und benötigen außerhalb der Schulferien keinen Immunisierungs- oder Testnachweis; eine Schulbescheinigung ist nicht erforderlich;
    Schüler*innen ab 16 Jahren benötigen außerhalb der Ferien nur eine Schulbescheinigung; diese ersetzt einen Testnachweis.

    Die 3 G-Regel gilt auch für Inhaber, die Kontakt zu Kunden oder anderen Beschäftigten haben.

    neu:+++ Welche Maske während der Friseurleistungen zu tragen ist (FFP-2 oder OP-Maske) hängt davon ab, ob Dienstleister und Kunde beide immunisiert sind. Sind Dienstleister oder Kunde nicht immunisiert, müssen beide eine FFP-2 Maske tragen. Erfüllen beide den 2G-Status (geimpft oder genesen) reicht eine OP-Maske aus.

  • 2G für körpernahe Dienstleistungen 

    Für körpernahe Dienstleistungen, im übrigen wie u.a. der Kosmetik, der kosmetischen Fußpflege, Maßschneider und Fotografen soweit nicht lediglich nur punktuell körpernah (< 1,5 m) gearbeitet wird gilt die 2G-Regel; d.h. ausschließlich vollständig Geimpfte oder Genesene dürfen die Dienstleistung in Anspruch nehmen.
    Kunden einer solchen körpernahen Dienstleistung müssen vor Erbringung bzw. Inanspruchnahme der Dienstleistung einen Nachweis über eine vollständige Impfung oder Genesung erbringen; ein Testnachweis alleine reicht hierfür nicht..

    Ausnahmen bestehen für Friseurleistungen (s.o.) sowie für medizinische oder pflegerische Dienstleistungen.
    Nach aktuellem Kenntnisstand zählen zu den Ausnahmen für medizinische Dienstleistungen u.a. auch die Leistungen der Gesundheitshandwerke wie der Augenoptik, der Hörakustik, der Orthopädietechniker/-schuhmacher sowie der Zahntechnik. Für Betriebe der Gesundheitshandwerke gelten daher keine Zugangsbeschränkungen; die Kunden müssen für diese medizinischen Dienstleistungen keine Immunitäts- oder Testnachweise erbringen. 

    Ausnahmen bestehen auch für medizinische Fußpflege und in Ausnahmefällen auch für die kosmetische Fußpflege von hilfsbedürftigen, körperlich beeinträchtigten und Personen mit Pflegegrad.

  • 2G-plus für gastronomische Angebote (innen und außen)

  • neu: Seit dem 13.01.2022 gilt auch in der Gastronomie die 2G-plus-Regel. Betriebe mit angeschlossenem gastronomischen Angebot (z.B. Bäcker, Konditor, Metzger, und Speiseeishersteller) dürfen ausschließlich immunisierte Personen mit zusätzlich aktuellem negativem Testnachweis den Zutritt gewähren. (das bloße Abholen von Speisen und Getränken bleibt ohne Test möglich). 
    Auch hier gilt die Ausnahme der Testpflicht für folgende Personen:

    1. Personen mit einer Boosterimpfung
    nach zwei vorangegangenen Impfungen mit einem zugelassenen Impfstoff (auch in Kombination mit dem Impfstoff von Johnson& Johnson);
    2. Geimpfte Genesene
    die vollständig geimpft sind und eine Durchbruchsinfektion hatten oder Genesene mit PCR-Nachweis über eine Infektion, die vor oder nach der Erkrankung mindestens eine Impfung erhalten haben;
    3. Personden mit vollständiger Impfung,
    wobei die zweite Impfung mindestens 14 Tage, aber höchstens 90 Tage zurückliegen darf;
    4. Genesene, bei denen die PCR-Test bestätigte Infektion mehr als 27, aber höchstens 90 Tage zurückliegt.

    Auch hier gilt seit dem 13.01.2022, dass ein vom Dienstleister angebotener beaufsichtigter und dokumentierter Selbsttest vor Ort ausreicht.



  • 2G für Ladengeschäfte u. Märkte mit Kundenverkehr (Handel)
    und den Verkauf von Waren ohne Verbindung zu einer handwerklichen Leistung oder Dienstleistung


    In sämtlichen Ladengeschäften u. auf Märkten mit Kundenverkehr (Handel) mit Ausnahmen u.a. für den Lebensmittelhandel und andere Ladengeschäfte des täglichen Bedarfs sowie die Augenoptik und Hörakustik gilt die 2G-Regel.
    Die 2G-Regel gilt auch für den Verkauf von Waren ohne Verbindung zu einer gleichzeitigen Erbringung einer handwerklichen Leistung oder Dienstleistung (z.B. Verkauf von Fliesen ohne Verlegungsauftrag, Verkauf eines Schmuckstücks aus der Auslage etc.)

    Das Betreten von Handwerksbetrieben mit Ladengeschäften ohne Bezug zu handwerklichen Leistungen und Dienstleistungen ist daher ausschließlich geimpften und genesenen Kunden möglich (2G). Die Ladeninhaber sind grds. vor Einlass zu Eingangskontrollen auch durch die Vorlage eines amtlichen Ausweispapiers verpflichtet.

    Das Betreten des Handwerksbetriebes (z.B. Kfz-Werkstatt) im Zusammenhang mit einer handwerklichen Leistung hingegen bleibt sogar ohne jede Zugangsbeschränkung möglich.

  • Maskenpflicht in Innenräumen mit Kunden- u. Besuchsverkehr

    Die Maskenpflicht (mindestens OP-Maske) bleibt u.a. für alle Innenräume mit Kunden- u. Besucherverkehr unabhängig von Inzidenz- und Hospitalisierungswerten auch für alle - genesenen, geimpften und getesteten – Personen grundsätzlich bestehen.
    Für Friseurleistungen ist eine OP-Maske nicht ausreichend, wenn Dienstleister oder Kunde nicht immunisiert sind; in diesen Fällen ist beiderseits eine FFP-2 Maske zu tragen. 

    neu: Im Freien besteht Maskenpflicht in Warteschlangen, Anstellbereichen und an Verkaufsständen u. Kassenbereichen, sowie dann, wenn sie durch behördliche Verfügung ausdrücklich angeordnet wird.

    Ausnahmen von der Maskenpflicht bestehen
    - in der Gastronomie an festen Sitz- und Stehplätzen für Kunden; für das Bedienpersonal gilt zwingend Maskenpflicht;
    - bei der nicht nur augenblicklichen Alleinnutzung eines Innenraunmes durch eine Person (z.B. ein Monteur arbeitet alleine in einem Raum beim Kunden) 
    - wenn das Abnehmen der Maske zur Ermöglichung einer Dienstleistung am Kunden erforderlich ist (z.B. Bartrasur, kosmetische Gesichtsbehandlung etc. )

      Ansonsten besteht Maskenpflicht in allen Innenräumen, in denen sich andere Personen aufhalten und auch bei betrieblichen Fahrten in einem Fahrzeug.

     

  • AHA Regeln sowie allgemeine und verbindliche Hygieneregeln bleiben

    Die bereits bekannten AHA Regeln (Abstand, Hygiene, Alltag mit Maske) sowie die allgemeinen, aber auch die verbindlichen Hygiene- u. Infektionsschutzregeln für Betriebe, Angebote u. Einrichtungen mit Kunden u. Besucherverkehr bleiben mit aktuellen Ergänzungen bestehen.
    Die Hygiene- und Infektionsschutzregeln sind in der Anlage der CoronaschutzVO geregelt. 


  • Arbeitsschutz

    +++ Die SARS-CoV-2 Arbeitsschutzverordnung (Corona-ArbSchV) mit ihren grundlegenden Regeln zum betrieblichen Infektionsschutz wurde bis zum 19. März 2022 verlängert. +++
    Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung gilt neben und zusätzlich zu den landesrechtlichen Regelungen der CoronaschutzVO NRW branchenunabhängig, bundesweit und für alle Unternehmen, die Arbeitnehmer beschäftigen.

    Weiterhin gilt damit insbesondere:

  • Die Testangebotspflicht des Arbeitgebers (§ 4 SARS-CoV-2 ArbeitsschutzVO)
    Arbeitgeber bleiben verpflichtet, allen Mitarbeitern, die nicht ausschließlich im Homeoffice arbeiten, mindestens zweimal pro Woche kostenfrei einen Corona-Schnell- oder Selbsttest anzubieten (Test- Angebotspflicht).

    Die Arbeitnehmer sind nach wie vor nicht zur Annahme der arbeitgeberseitigen Testangebote verpflichtet.
    Die nicht immunisierten Arbeitnehmer, die seit dem 24.11.2021 auf Grund der 3G-Regel am Arbeitsplatz (§ 28b InfSchG) verpflichtet sind, vor Betreten der Arbeitsstätte einen höchstens 24 Std. alten negativen Coronatest (Antigen-Schnelltest) bzw. höchstens 48 Std. alten laborbestätigten PCR-Test vorzulegen, können ihrer Testpflicht auch durch Testangebote anderer Teststellen  (Bürgertestung etc.) nachkommen.

    Nach wie vor besteht keine Pflicht der Arbeitgeber zur Dokumentation der Testergebnisse ihrer Mitarbeiter (die Durchführung muss allerdings dokumentiert werden). Die Nachweise über die Beschaffung der Tests oder etwaige Vereinbarungen mit Dienstleistern sind bis zum 19.03.2022 aufzubewahren

  • Gefährdungsbeurteilung mit Hygienekonzept
    Weiterhin ist eine Gefährdungsbeurteilung sowie ein betriebliches Hygienekonzept orientiert an den branchenbezogenen Handlungshilfen der Unfallversicherungsträger (Berufsgenossenschaften) sowie den allgemeinen SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards und SARS-CoV-2 Arbeitsschutzregeln zu erstellen bzw. zu aktualisieren.
    Informationen über Branchenstandards findet man auf der Seite der DGUV: Branchenspezifische Corona-Arbeitsschutzstandards.

  • Schutzmasken
    Der Arbeitgeber hat den Beschäftigten die in der Corona-ArbeitsschutzVO aufgeführten Masken zur Verfügung zu stellen, wenn technische und organisatorische Schutzmaßnahmen (geringere Raumbelegung, Abstandsregelung, Trennwände)  zur Kontaktreduzierung im Betrieb nicht möglich sind oder für Arbeiten in Innenräumen bei Kontakt mit Kunden oder Dritten. Welche Maskentypen es sind, entscheidet der Arbeitgeber auf Grundlage der Gefährdungsbeurteilung; grundsätzlich ist es ausreichend, wenn Arbeitgeber medizinische Gesichtsmasken (OP-Masken) bereitstellen.


  •  Aufklärungs- u. Informationspflichten zu Impfungen
    Die Verpflichtung der Arbeitgeber, die Beschäftigten über die Risiken einer COVID-19-Erkrankung und bestehende Möglichkeiten einer Impfung (inkl. Boosterimpfung) zu informieren, bleibt bestehen.
    Desweiteren sollen die Betriebsärzte bei betrieblichen Impfangeboten unterstützt und werden und Beschäftigte sind zur Wahrnehmung von Impfangeboten während der Arbeitszeit freizustellen.

 

Haben Sie Fragen?

Fragen beantwortet Ihnen gerne das Team unserer Unternehmensberatung telefonisch unter 0221 2022-346 oder per Mail unter betriebsberatung@hwk-koeln.de
Haben Sie rechtliche Fragen, wenden Sie sich bitte an die Abteilung Rechtsberatung telefonisch unter 0221 2022-330 oder per Mail unter schoenewald@hwk-koeln.de

Downloads

 Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronaschutzverordnung CoronaSchVO) (aktuelle Fassung)

 Anlage Hygiene- und Infektionsschutzregeln zur CoronaSchVO NRW 

 SARS-CoV-2 ArbeitsschutzVO