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Ergebnisse unserer Umfragen unter Handwerksbetrieben im KammerbezirkSonderumfragen der Handwerkskammer zu Köln

Wie steht das Handwerk in der Region da – und wo drückt der Schuh?

Mit unseren Sonderumfragen holen wir regelmäßig eine aktuelle Einschätzung aus den Betrieben ein. So erhalten wir ein klares Bild davon, wie Entscheidungen in Politik und Verwaltung vor Ort ankommen und welche Rahmenbedingungen das Handwerk wirklich braucht.
 
Ihre Rückmeldungen fließen direkt in unsere handwerkspolitische Arbeit ein – gegenüber Kommunen, Land und Bund. Jede Umfrage beleuchtet einen Schwerpunkt, etwa die Situation in den Städten und Gemeinden, betriebliche Rahmenbedingungen oder konkrete Herausforderungen im Alltag der Betriebe.

Archiv bereits erfolgter Umfragen:

Die Entwicklung der Energiekosten stellt Handwerksbetriebe in den letzten Jahren vor erhebliche Herausforderungen. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine seit 2022 und die aktuellen geopolitischen Spannungen im Nahen Osten sorgen für anhaltende Unsicherheiten an den internationalen Energiemärkten. Dauerhaft höhere Preise und starke Preisschwankungen wirken sich unmittelbar auf betriebliche Entscheidungen aus – von der Preisgestaltung bis hin zu
Investitionsplanungen. Um einen aktuellen Einblick in die Energiekostenbelastung von Handwerksbetrieben und deren Maßnahmen zur Kostensenkung zu erhalten, hat die Handwerkskammer zu Köln im 1. Quartal 2026 eine Sonderumfrage unter gut 1.150 Betrieben durchgeführt.
 
Durch die demografische Entwicklung, den Trend zu höheren Schulabschlüssen sowie die gestiegene Studierneigung gestaltet sich die Suche nach Auszubildenden in vielen Handwerken zunehmend schwieriger. Gleichzeitig spielen eine unsichere wirtschaftliche Perspektive und demografische Faktoren der Betriebsinhaber eine bedeutendere Rolle. In den nächsten Jahren droht sich diese Lücke noch einmal zu vergrößern - nicht zuletzt infolge ambitionierter Ziele in der Energie- und Klimawendepolitik sowie einer Verschärfung der demografischen Entwicklung. Vor diesem Hintergrund steigt die Notwendigkeit, Rahmenbedingungen zur Förderung einer starken Ausbildungslandschaft zu setzen –
gemeinschaftlich durch Betriebe, Auszubildende und institutionellen Akteure. Um einen Einblick in die Ausbildungsmotivation von Handwerksbetrieben und aktuelle Hemmnisse zu erhalten, hat die Handwerkskammer zu Köln eine Sonderumfrage zur Ausbildungssituation im 1. Quartal 2026 unter gut 1.050 Betrieben durchgeführt.
 
Ziel der Befragung ist es, einen Einblick in aktuelle Entwicklung der Nachhaltigkeitsberichterstattung mit Auswirkungen auf das Handwerk zu erlangen. Dabei soll erhoben werden, in welchem Umfang Betriebe zur Offenlegung von  Nachhaltigkeitsnachweisen angehalten werden, welche Stakeholder die Aufforderungen aussprechen und welcher Aufwand damit einhergeht. Zudem soll ein Überblick erlangt werden, in welchem Umfang die teilnehmenden
Betriebe Nachhaltigkeitsinvestitionen – unabhängig von Berichtspflichten – tätigen. Die Betriebe wurden im Zeitraum vom 17. bis 30. September 2025 befragt. Insgesamt beteiligten sich knapp tausend Betriebe.
 
Verkehrliche Erreichbarkeit, dienstleistungsorientiert und wirtschaftsfreundliche Ämter, keine Steigerung von Steuer- und Abgabenbelastungen sowie mittelstandsfreundliche öffentliche Ausschreibungen: Diese Themenbereiche sind zentrale Standortfaktoren für die wirtschaftliche Entwicklung der Handwerksbetriebe. Eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur ist essenziell für pünktliche Lieferungen, Erreichbarkeit von Kunden und Mobilität der Mitarbeitenden. Eine bürokratiearme und nutzerfreundliche Verwaltung kann durch effiziente Abläufe und gute Erreichbarkeit zur Entlastung der Betriebe beitragen. Auch die kommunale Steuer- und Abgabenpolitik sowie der Zugang zu öffentlichen Aufträgen
beeinflussen die Wettbewerbsfähigkeit des Handwerks unmittelbar.
 
 

Dr. Dustin Voss

Referent
Standortpolitik, Europa- und Landespolitik

Heumarkt 12

50667 Köln

Tel. +49 221 2022-297

dustin.voss--at--hwk-koeln.de