Ausbildung im Handwerk während der Corona-Pandemie
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Ausbildung im Handwerk während der Corona-Pandemie

Ausbildungsengagement im Handwerk trotz Pandemie ungebrochen hoch

Wer gerade einen Ausbildungsplatz sucht, kann aufatmen: Trotz Pandemie, und den damit verbundenen wirtschaftlichen Unsicherheiten, setzt das Handwerk im Großraum Köln/Bonn weiter auf Ausbildung, wie eine aktuelle Blitzumfrage der Handwerkskammer zu Köln zeigt. Kammerpräsident Wollseifer dankt Ausbildungsbetrieben und appelliert an diejenigen, die noch nicht ausbilden: "Wer jetzt in Azubis investiert, investiert in seine betriebliche Zukunft!"

Was bedeutet Corona für den Ausbildungsmarkt? Zu dieser Frage liefert die Umfrage der Handwerkskammer zu Köln beruhigende Antworten, wie Hans Peter Wollseifer, Präsident der Handwerkskammer zu Köln, feststellt: "In dieser wirtschaftlich schwierigen Phase der Pandemie kämpfen viele Unternehmen ums Überleben: Manche Betriebe mussten monatelang schließen, vielerorts sind Aufträge oder Kundschaft weggebrochen - und da wo sie vorhanden sind, werden beispielsweise langsam Arbeitsmaterialien knapp. Dennoch zeigt unsere aktuelle Blitzumfrage, dass das Handwerk vor Ort in seinem Ausbildungsengagement nicht nachlässt. Damit leistet es einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft, bietet jungen Menschen Orientierung, berufliche Perspektiven und eine verlässliche Zukunft. Das verlangt unser aller tiefsten Respekt. Ich danke allen Ausbildungsbetrieben im Bezirk der Handwerkskammer zu Köln ausdrücklich für ihr ungebrochenes Ausbildungsengagement."

Mit Blick auf die Zukunft und den sich immer stärker abzeichnenden Fachkräftemangel appelliert Wollseifer an die Mitgliedsbetriebe im Kammerbezirk, die noch nicht ausbilden, dies auch kurzfristig in Erwägung zu ziehen: "Die Betriebe die jetzt nicht ausbilden, werden das in ein paar Jahren zu spüren bekommen. Wer jetzt in Azubis investiert, investiert in seine betriebliche Zukunft."

Insgesamt haben 551 Unternehmen aus dem gesamten Kammerbezirk an der Umfrage der Handwerkskammer zu Köln teilgenommen. 71,9 Prozent davon sind Unternehmen mit weniger als neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern; das sind größtenteils diejenigen Betriebe, die teilweise besonders hart von der Corona-Krise getroffen wurden. Gerade diese gaben an, dass sie - trotz der mit der Pandemie einhergehenden Einschränkungen und wirtschaftlichen Folgen - grundsätzliches Interesse daran haben, weiterhin auszubilden.

Damit ermöglichen die Handwerksunternehmen in der Region weiterhin jungen Menschen die Chance auf einen Einstieg in die berufliche Karriere im Handwerk. Gleichzeitig leisten sie einen wichtigen Beitrag, um dem Fachkräfteengpass entgegenzuwirken: "Das ist in der gegenwärtigen Situation Personalarbeit mit Weitblick. Das setzt Offenheit, Mut, Flexibilität und den Willen, Neues auszuprobieren voraus", bestätigt Roberto Lepore, Abteilungsleiter der Karrierewerkstatt der Handwerkskammer zu Köln.

Von allen befragten Unternehmen gaben 83,9 Prozent an, in den letzten fünf Jahren regelmäßig ausgebildet zu haben. Für 76,9 Prozent dieser Unternehmen wird sich - aufgrund von Corona - in diesem Jahr daran nichts ändern. Das ist ein leichter Rückgang von etwas über 7 Prozent. Insgesamt wollen nur wenige Unternehmen ihr Ausbildungsengagement für dieses Jahr aussetzen, ihren Betrieb verkleinern oder ihr Ausbildungsengagement einstellen. Der am häufigsten genannte Grund nicht auszubilden, ist offenbar, dass keine passenden Bewerber/-innen gefunden werden konnten. 22,6 Prozent der Handwerksbetriebe, die nicht ausbilden, gaben dies an.

Noch bis zum 21.05.2021 bietet die Handwerkskammer zu Köln daher die virtuelle Azubi-Recruiting-Plattform HWK-MATCHBOXX an, auf der Handwerksbetriebe eigene Unternehmensprofile anlegen und ausbildungsinteressierte junge Menschen ganz unkompliziert per Mausklick passende Ausbildungsplätze herausfiltern, Bewerbungsgespräche per Telefon oder Videokonferenz vereinbaren können:  https://hwk-matchboxx.de...



Auffallend ist, dass nur 9,5 Prozent der befragten Unternehmen die Fördermöglichkeiten des Bundesprogramms "Ausbildung sichern" für sich in Anspruch genommen haben. Information zu den Fördermöglichkeiten finden Sie beispielsweise auf der Website der Handwerkskammer zu Köln unter dem Navigationspunkt  Ausbildung / Aktuelles / Ausbildungsprämie...

KARRIEREWERKSTATT

In allen Fragen rund um das Thema Ausbildung, sowie Fördermöglichkeiten und die HWK-MATCHBOXX berät die Karrierewerkstatt der Handwerkskammer zu Köln unter der Hotline 0221 2022-144.



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